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Einschlafstörungen - Welche Schlafrituale können helfen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Immer mehr Menschen leiden unter Einschlafstörungen.
Dies hat nicht nur zur Folge, dass sie sich am nächsten Morgen unausgeschlafen fühlen. Auf Dauer können Schlafstörungen auch zu Leistungsabfall und gesundheitlichen Problemen führen. Von einer Einschlafstörung spricht man, wenn die Zeit zwischen Zubettgehen und Einschlafen mindestens eine halbe Stunde beträgt. Es gibt  jedoch sanfte und einfache Möglichkeiten Schlafprobleme zu verhindern.

Einschlafstörungen können verschiedene Ursachen haben:

  • externe Ursachen, wie Reizüberflutung, Lärm oder Schichtarbeit
  • organische Ursachen, wie z.B. Allergien, Durchblutungsstörungen, Herzkrankheiten, Ohrgeräusche oder eine Schilddrüsenüberfunktion. Bei Verdacht sollte ein Arzt konsultiert werden.
  • psychische Ursachen, beispielsweise Sorgen und Ängste. Diese gehören zu den Hauptgründen für Einschlafstörungen. In solchen Fällen kann ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Beratungsstelle helfen.

Rituale und Möglichkeiten, selber für optimale Einschlafbedingungen zu sorgen:

  1. Die Raumtemperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16°C und 18°C liegen. Selbstverständlich kann man individuell davon abweichen.
  2. Möglichst früh zu Abend essen. Dabei sollte die Mahlzeit nicht zu üppig ausfallen. Dennoch beachten: Ein knurrender Magen schläft auch nicht gern.
  3. Ein Spaziergang ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen kann Wunder wirken. Ebenso wichtig ist, dass das Schlafzimmer gut gelüftet ist.
  4. Auf Genussmittel vor dem Schlafengehen verzichten. Cola, Kaffee und Schwarztee halten wach. Alkohol vor dem Schlafengehen lässt zwar so manch einen schneller einschlafen, dafür kommt es nach Alkoholkonsum oft zu Durchschlafstörungen.
  5. Ein Schlaftrunk kann helfen, schnell und entspannt einzuschlafen. Besonders jeden Abend zur gleichen Zeit getrunken, fördert dieses Ritual einen gesunden Schlaf. Milch mit Honig ist dafür ein altbewährtes Hausmittel. Kräutertees, beispielsweise bestehend aus Melisse, Hopfen und Lavendel sind auch schlaffördernd. Bei der richtigen Auswahl kann ein Apotheker behilflich sein.
  6. Auch ein Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen oder eine Duftlampe mit einem beruhigenden ätherischen Öl können beim Einschlafen helfen.
  7. Kurz vor dem Schlafengehen sollte man auf Fernsehen verzichten, da die Reizüberflutung aufwühlend wirkt. Lieber ein Buch lesen, leise Musik hören oder Meditations- und Atemübungen machen.
  8. Vielen Menschen hilft es, sich bewusst vor dem Schlafengehen von ihren Sorgen zu "verabschieden" und zu beschließen, sich erst wieder bei Tageslicht damit zu beschäftigen.
  9. Wer möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett geht und sich seine ganz eigenen, auf seine Bedürnisse abgestimmten Schlafrituale schafft, kann sich so einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus schaffen.

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