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Erkältung: Erkältungsmittel und Einnahme

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Ist die Erkältung erst einmal da, dann will man die Sympotome der Erkrankung auch wieder schnell los sein.
Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind lästig, ein Fieber nicht ohne Auswirkung auf den Allgemeinzustand. Eine Behandlung muss her, die wirkt. Erkältungsmittel sind zahlreich vorhanden. Bei der Auswahl und auch bei der Einnahme gibt es jedoch einiges zu beachten, damit die Selbstmedikation von Erfolg gekrönt ist. 

Erkältungsmittel - Die Qual der Wahl

  • Um aus der Vielzahl der Erkältungsmittel, das oder die passenden Mittel zu finden, sollten die eigenen Beschwerden und Symptome so exakt wie eben möglich beschrieben werden können.
  • Bestehen Unverträglichkeiten und Allergien?
  • Werden Nahrungsmittel, Kosmetika, Arzneimittel im Allgemeinen gut vertragen?
  •  Liegen Vorerkrankungen vor, was hat man schon probiert? Auf diese Fragen sollten Antworten gegeben werden können.

Einnahme ja, aber zu welcher Zeit, in welchen Intervallen?


Schleimlösende Hustenmittel sind meist das Mittel der ersten Wahl. Kombiniert mit reichlich wässrigen Flüssigkeiten, löst sich der Schleim und das Husten lässt nach. Meist werden die Präparate dreimal täglich eingenommen. Retardpräparate ein- bis zweimal täglich. Vorzugsweise erfolgt die Einnahme am frühen Tag, um ein Abhusten während der Nacht zu vermeiden. Präparate, die Acetylcystein enthalten scheiden den Schleim überwiegend über den Darm aus. Nachteilig ist hier das man den Schleim bezüglich Menge, Konsistenz und Farbe nicht sieht, mit denen man den augenblicklichen Zustand abschätzen kann.

Keinesfalls sollte ein Hustenstiller ohne ärztlichen Rat genommen werden. Der ist für einen sogenannten Reizhusten gedacht, der ohne Schleimbildung verläuft und aufgrund von reizenden Substanzen in der Atemluft (Rauch- und Staubpartikel)entsteht und dadurch einen Hustenreflex auslöst. Unterstützend können Einreibungen mit ätherischen Ölen wohltuend wirken. Ist die Nase verstopft, helfen oft salzhaltige Nasentropfen oder die Anwendung einer Nasendusche. Diese können beliebig oft und zu jeder Tages- und Nachtzeit durchgeführt werden. Der Gebrauch abschwellender Nasentropfen kann u.a. den Blutdruch erhöhen. Wenn nicht anders im Beipackzettel angegeben, sollten 1-2 Tropfen in jedes Nasenloch eingeträufelt werden. 

Erkältungsbäder sollten nur angewendet werden, wenn kein Fieber vorhanden ist. Im Anfangsstadium einer Erkältung werden die Erkältungsbäder meist als angenehm empfunden und erleichtern zum Teil die Atmung. Auch nach einer Unterkühlung leisten sie einen guten Dienst und verhindern präventiv entstehende Erkältungen. Viele Kranke mit einer Erkältung bekommen ihre Nase bei einem Aufenthalt im Freien und bei häherer Luftfeuchtigkeit wieder frei.

Fieber - Grenzen der Selbstmedikation

Steigt das Fieber plötzlich über 39 Grad oder sinkt der Allgemeinzustand rapide, indem Schmerzen oder sonstige alarmierenden Warnzeichen auftrauchen, ist unverzüglich ein Arzt zu konsultieren. Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht im Rahmen einer Selbstmedikation behandelt werden, sondern ärzlicher Rat gesucht werden, da aufgrund des Entwicklungsstandes die Symptome anders bewertet werden als beim Jugendlichen und Erwachsenen. 

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