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Erste Hilfe bei Schock?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Der Betroffene leidet an Teilnahmslosigkeit, Angst, Unruhe, Verwirrung bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Wie erkenne ich einen Schock?

  • Der Betroffene leidet an Teilnahmslosigkeit, Angst, Unruhe, Verwirrung bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Kalte Haut, fahle Blässe, feinperliger Schweiß auf der Stirn, Frieren
  • Rasche und/oder erschwerte Atmung
  • Er hat einen schneller und schwächer werdenden Puls (über 100 Schläge pro Minute)
  • Absinken des Blutdrucks (unter 80/50)
  • Achtung: Diese Anzeichen müssen nicht immer alle und auch nicht immer gleichzeitig auftreten.

  • eigene Ruhe, falls diese nicht vorhanden ist, lassen Sie, wenn möglich, einen anderen Ersthelfer mit dem Betroffenen agieren
  • Telefon für den Notruf, Nummer: 112
  • Decke(n) zum Wärmen
  • Achtung: Keine Hitzequellen, da der Betroffene womöglich die Hitze nicht spürt und sich Verbrennungen zuziehen könnte!

Was mache ich, wenn jemand in einen Schock gerät?

  1. Bei Kreislaufstillstand oder unzureichender Atmung -> Notruf (und evtl. Reanimation falls nötig)
  2. Schockursache beseitigen (z.B. Blutung stillen, von Unfallgeschehen wegbringen)
  3. Notruf tätigen, ein Schock ist IMMER lebensgefährlich (evtl durch einen weiteren Ersthelfer)
  4. Sprechen Sie beruhigend mit dem Betroffenen, lassen Sie ihn falls möglich NICHT alleine, lenken Sie ihn ab
  5. Achtung: Hat der Betroffene Atemnot, lagern Sie ihn sitzend und unterstützen Sie ihn beim Atmen!
  6. Geben Sie dem Betroffenen nichts zu Trinken oder zu Essen, wenn er sich im akuten Schock befindet, da er sich sonst verschlucken und ersticken könnte.
  7. Wenn der Rettungsdienst eintrifft, erklären Sie ihm ruhig und sachlich das Geschehene und das Aussehen und Verhalten des Betroffenen direkt nach dem Geschehen, so kann sich der Rettungsdienst am besten ein Bild über die Situation machen und entsprechend reagieren.


Schocklagerung:

  • Betroffenen auf eine Decke auf den Rücken legen
  • Kopf und Oberkörper möglichst tief lagern
  • Beine erhöht auf einen geeigneten Gegenstand (z.B. Stuhl, Taschen, Beine eines Ersthelfers) legen um den Rückfluss des Blutes zu gewährleisten (jedoch nicht höher als 45°)
  • Den Betroffenen mit der Decke oder einer weiteren Decke zudecken und warm halten, da die Gefahr der Auskühlung besteht

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