Foto: Shutterstock.com

Erste Hilfe bei Wunden: Der Notfall-Guide

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Erste-Hilfe-Leistung gehört zu den wichtigeren Skills im Allltag.

Erste Hilfe bei kleinen Wunden leisten zu können ist wichtig, da man im Alltag immer wieder damit konfrontiert werden wird, die Erstversorgung von Schnitt-, Schürf- oder Platzwunden zu bewerkstelligen.

Kleinere, oberflächliche Wunden kann man zwar ohne Bedenken selbst versorgen, man sollte aber darauf achten, vor allem fremde Wunden nicht direkt zu berühren und immer Wegwerfhandschuhe zu tragen.

 

Darauf sollte man besonders achten

  • Besonders wichtig ist es bei allen Hautverletzungen zu überprüfen, ob der Tetanusschutz noch aufrecht ist, oder man eine Impfung benötigt.
  • Tiefer eingedrungene Fremdkörper darf man nie selbst entfernen, nur der Arzt hat hierzu die nötige Fachkompetenz.
  • Eine kleine Hausapotheke sollte jeder zu Hause haben, in dieser dürfen Pflaster und Kompressen sowie Verbandsmaterial nicht fehlen, um für den Notfall gut vorbereitet zu sein.
  • Bei der Ersten Hilfe ist es besonders wichtig auch sich selbst zu schützen und mit Handschuhen dafür zu sorgen, dass keine Ansteckungsgefahr für beide Parteien besteht.
  • Beim Reinigen der Wunde sollte kein kaltes Wasser verwendet werden, hierdurch würden sich die Gefäße zusammenziehen und sich negativ auf den Wundheilungsprozess auswirken.
  • Die Wunde sollte in den nächsten Tagen immer wieder kontrolliert werden, um eine Infektion auszuschließen. Infektionen können an Rötungen, Schwellungen, Schmerzen…etc. meist eindeutig erkannt werden - kommt es zu diesem Fall, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Erste Hilfe Maßnahmen:

Ist die zu versorgende Wunde nicht zu tief und blutet sie nicht zu stark, kann man sie auch selbst versorgen. Dabei ist es wichtig die Wunde zu reinigen, zu desinfizieren und mit passender Wundauflage zu verschließen.

  • Die eigenen Hände sollten desinfiziert oder gewaschen werden, je nach gegebener Möglichkeit und Örtlichkeit der Versorgungssituation.
  • Im nächsten Schritt muss versucht werden die Blutung zu stillen, hier kann auch das Auflegen einer Kompresse o.ä. helfen.
  • Danach muss die Wunde gereinigt werden: Mit Hilfe einer Ringerlösung oder Kochsalzlösung kann man die Wunde reinigen, hat man nichts Ähnliches zur Verfügung kann man auch lauwarmes Wasser dazu verwenden.
  • Im weiteren Verlauf sollte die Wunde auch noch desinfiziert werden, um einer Infektion vorzubeugen. Verschmutzungen etc. können mit einer möglichst sterilen Pinzette entfernt werden.
  • Im letzten Schritt sollte die Wunde je nach Bedarf mit einem Pflaster, einem Verband o.ä. verschlossen werden.
  • Eine Ruhigstellung der verletzten Körperstellen ist essenziell für einen positiven Verlauf der Wundheilung.
  • Im weiteren Verlauf ist es empfehlenswert für den Verletzten die Wunde täglich zu kontrollieren, um den Wundheilungsverlauf zu verfolgen und eine Infektion auszuschließen.

 

Die zwei häufigsten Verletzungen:

Schnittwunden: Kleine Schnittwunden kommen im Alltag vor allem bei Haushaltsarbeiten etc. häufig vor, am besten man lässt die Wunde kurz bluten, da so die Bakterien ausgewaschen werden. Kleine Schnittwunden heilen meist sehr schnell zu und können mit Pflaster und Co gut geklebt werden. Tiefergehende Wunden müssen immer vom Arzt begutachtet und versorgt werden.

Schürfwunden: Vor allem im Alltag mit Kindern wird man mit diesem Problem nicht allzu selten konfrontiert. Es handelt sich in den meisten Fällen nur um eine Abschürfung der obersten Hautschicht, die zwar schmerzhaft sind, doch recht rasch wieder heilen. Kleinere Schürfwunden kann man auch offen heilen lassen.

Kommentare