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Essentielle Hypertonie mit Angabe einer hypertensiven Krise: Worum geht's?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Die essentielle Hypertonie ist die häufigste Form unter den Hypotonien und wird bei etwa siebzig bis achtzig Prozent aller Hypertoniker beobachtet.

Eine essentielle Hypertonie, auch primäre Hypertonie genannt, deren Entstehung weitgehend ungeklärt ist, muss von den organgebundenen Hypertonieformen unterschieden werden. 

Der normale Blutdruckwert liegt bei 120 mmHg und 80 mmHg. Ab 160/100 mmHg speicht man von einer schweren Hypertonie und diese bedarf der ärztlichen Behandlung. Im Akkutfall ist die hypertensive Krise eine Notarztindikation. Symptome sind u.a. Kopfschmerzen, Nasenbluten, Zittern und Schwindel. Unter Umständen kann die hypertensive Krise auch symptomfrei sein. Der häufigste Auslöser ist die falsche Einnahme von Blutdruck-Medikamenten.

Die essentielle Hypertonie ist die häufigste Form unter den Hypotonien und wird bei etwa siebzig bis achtzig Prozent aller Hypertoniker beobachtet. Ihre eigentliche Ursache ist zum Großteil noch unbekannt, allerdings sind begünstigende Faktoren erforscht.
Hämodynamisch liegt bei der essentiellen Hypertonie eine Erhöhung des peripheren Strömungswiderstandes durch eine Engstellung der Arteriolen vor.

Risikofaktoren für eine essentielle Hypertonie

  • Familiär-hereditäre Disposition
  • Bis zu fünfundsiebzig Prozent dieser Hochdruckkranken weisen eine familiäre Belastung mit essentieller Hypertonie auf.
  • Übergewicht
  • Mangelnde körperliche Belastung
  • Fitness senkt in der Regel den Blutdruck, während zu wenig körperliche Aktivität einen eher ungünstigen Einfluss auf den Blutdruck ausübt.
  • Psychische Belastungen
  • Starke psychische Belastungen wie Reizüberflutung, Angst, Stress und Konfliktsituationen können zu Blutdrucksteigerungen führen.
  • Rauchen

Nicht behandelter Bluthochdruck führt zu Komplikationen:

  • Organschädigungen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Schlaganfall
  • Angina pectoris
  • Arteriosklerose
  • Nierenschwäche


Die medikamentöse Behandlung des Bluthochdruckes kann erfolgen mit

  • ACE-Hemmer
  • Calciumantagonisten
  • Betablocker
  • Diuretika oder
  • AT-II-Rezeptor-Antagonisten, sowie in Form einer Kombination dieser Medikamente.


Der Betroffene selbst kann aber wesentlich zur Blutdrucksenkung beitragen:

  • regelmäßige Bewegung
  • mit dem Rauchen aufhören
  • weniger Alkohol konsumieren
  • Übergewicht reduzieren
  • Entspannungsübungen zum Stressabbau
  • wertvolle Pflanzenöle statt tierischer Fette
  • Obst und Gemüse statt fetten Fleisch und Wurstwaren
  • auf Salz eher verzichten, frische Kräuter dienen als Salzersatz



Ganz akut kann es zu einem Blutdruckanstieg mit recht hohen Werten kommen. Dieser plötzliche Anstieg wird als hypertensive Krise bezeichnet. Die hypertensive Krise kann schwerwiegende Schädigungen verursachen:

  • Organschäden
  • Schäden des Gehirns
  • Herzinfarkt
  • Lungenödem
  • Riss der Aorta
  • Herzversagen

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