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Fersendorn Thearpie? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:03
Viele Menschen kennen den unerklärlich stechenden Schmerz unter der Ferse.
Der Besuch beim Orthopäden wird irgendwann unausweichlich, denn mit zunehmender Zeit wird der Schmerz immer intensiver. 

Nach dem Röntgenbild und der klinischen Untersuchung steht die Diagnose fest: Fersensporn oder auch Fersendorn. Auf dem Röntgenbild ist ein eine kleine dornartige, verknöcherte Ausziehung des Fersenbeines zu erkennen. Nun ist guter Rat teuer. Welche Therapieformen gibt es und welche ist die richtige für meinen Fersensporn? In erster Linie sollte sich jeder Patient natürlich auf die Beratung seines Arztes verlassen. Allerdings hat auch die Ausprägung der Erkrankung einen erheblichen Einfluss auf die Therapieform. Deshalb ist eine gute Aufklärung das A und O für jeden Patienten. 

Therapieformen und Eignung 

  1. Orthopädische Einlagen dienen vor allem der Druckentlastung an den schmerzempfindlichen Stellen der Ferse. Allerdings ist die alleinige Entlastung der Ferse eine rein symtomatische Behandlung, der Fersensporn als Schmerzquelle wird damit nicht reduziert. Ein klarer Vorteil der Einlagen ist der Umstand, dass eine Korrektur von vorhandenen Fußfehlstellungen gleichzeitig erfolgen kann.
  2. Krankengymastik kann helfen die entsprechenden Sehnen an der Wade und Fußsohle zu dehnen.
  3. Lokale Eistherapie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend. Vorteilhaft ist die leichte Umsetzung durch den Patienten selbst im eigenen Heim.
  4. Bei Injektionskuren mit Cortison wird der Muskelansatz an der Ferse mit einer Medikamentenmischung aus Lokalanästhetika und Kortikoiden versehen. Häufig werden bis zu drei Injektionen vorgeschlagen, allerdings ist die Langzeitwirkung umstritten und die Injektion direkt in die Ferse ist sehr schmerzhaft.
  5. Bei einer Operation wird der Fersensporn abgemeißelt. Hierbei handelt es sich um ein sehr schmerzhaftes und langwieriges Procedere. Allein 6 Wochen muss ein Spezialschuh getragen werden.
  6. Die Stoßwellentherapie ist die jüngste Behandlungsmethode. Die Anwendung von gebündelten Schallwellen durch einen Schallkopf, kann den chronischen Schmerz lindern und soll die dornartige Verknöcherung abtragen. 
  7. Die Wirksamkeit dieser Behandlung ist aber noch nicht ausreichend belegt, sodass gesetzliche Krankenkassen die Behandlungskosten nicht übernehmen. Privatpatienten sind in diesem Fall besser gestellt, viele ihrer Versicherungen übernehmen die Behandlungskosten auf Nachfrage.

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