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Fieber senken mit Hausmitteln? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Fieber ist eine normale Reaktion des Körpers auf Erreger oder Entzündungen.

Auch wenn Fieber eine gesunde Reaktion des Körpers ist, muss es doch manchmal gesenkt werden. Wie gelingt das am besten? Fieber unterstützt in aller Regel die Arbeit des Immunsystems beim Kampf gegen Erreger. Deshalb gilt der Grundsatz, dass es nur dann bekämpft werden soll, wenn die Temperaturwerte bedrohlich steigen. Leicht erhöhte Temperaturen über ein bis zwei Tage gelten im Allgemeinen als unbedenklich. Erhöht sich die Temperatur allerdings auf über 39 Grad Celsius oder sinkt sie nach zwei Tagen nicht, sollte man einen Arzt aufsuchen, vor allem dann, wenn weitere Krankheitszeichen hinzukommen. Es gibt Ärzte, die die Meinung vertreten, dass hohes Fieber unbedingt gesenkt werden muss. Eine Meinung, die insofern berechtigt ist, weil die Nervenzellen relativ hitzeempfindlich sind und es infolge hoher Temperaturen zu Gehirnschädigungen kommen kann.

  • Steigt die Temperatur auf über 39 Grad oder sinkt sie nach 2 Tagen nicht, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, vor allem dann, wenn weitere Krankheitszeichen hinzukommen.

Folgende Hausmittel gibt es gegen Fieber

Bettruhe

  • Unter den bewährten Hausmitteln steht Bettruhe an erster Stelle. Das schont den Kreislauf, hilft Energien sparen und diese für die Krankheitsabwehr einzusetzen.
  • Eine ausreichende Frischluftzufuhr ist jetzt wichtig: Die Zimmertemperatur sollte etwas kühler als gewöhnlich (zwischen 18 und 20 Grad) sein, leichte Baumwollkleidung und eine leichte Decke verhindern Wärmestaus.
  • Leichte Kost ist angeraten und viel Flüssigkeit, die ein fiebernder Körper in Mengen durch Schwitzen verliert. Bewährt sind bei Fieber klare Brühen, die dem Körper ausreichend Mineralien zuführen.
  • Als Faustregel gilt: Für jedes Grad Celsius über 37 Grad pro Tag einen halben bis ganzen Liter Flüssigkeit mehr trinken.

Wickel

  • Das bekannteste Fiebermittel ist der Bein- und Wadenwickel. Zwei Handtücher werden dazu mit lauwarmem Wasser befeuchtet und um den Unterschenkel geschlungen.
  • Darüber wird ein trockenes Tuch gewickelt. Solche Wickel kann man gut eine Stunde belassen und beliebig wiederholen. Normalerweise sinkt die Temperatur bereits nach 20 Minuten um ein halbes Grad.Wenn Füße und Unterschenkel trotz erhöhter Körpertemperatur kalt sind, bleiben Wickel wirkungslos.
  • Im Anfangsstadium des Fiebers kann auch schon ein Fußbad helfen: Man beginnt mit körperwarmem Wasser und bringt es allmählich durch Zuschütten von wärmerem Wasser auf 39 Grad.

Heißer Tee

  • Zum Wadenwickel gehört unweigerlich der Fiebertee. Hierfür gibt es eine Menge Rezepte für Tees, die das Schwitzen fördern und so die Abwehrkräfte steigern. Nach dem Trinken eines Fiebertees sollte man zu Bett gehen.
  • Die beste Tageszeit für eine Schwitzkur ist der späte Nachmittag. Zu dieser Zeit ist Schweißproduktion stärker als sonst.
  • Lassen Sie 30g Lindenblüten, 30g Holunderblüten und 20g Hagebuttenschale in Ihrer Apotheke mischen. Gießen Sie einen Teelöffel davon mit heißem Wasser in einer Tasse auf, lassen Sie den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen und gießen Sie ihn dann ab. Alternativ gibt es auch entsprechende Beuteltees. 

Ausserdem kann man fiebersenkende Medikamente verwenden

  • Als fiebersenkende Medikamente kommen Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Ibuprofen zum Einsatz.
  • ASS sollte bei Kindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt verabreicht werden.
  • Die fiebersenkenden Medikamente setzen den "Thermostat im Kopf" wieder zurück.
  • In der Folge gibt der Körper durch Schwitzen Wärme ab. Sinnvoll sind die Medikamente bei schwerem Krankheitsgefühl. Dann sollte zudem ein Arzt aufgesucht werden.

 

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