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Flohstiche erkennen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Fast jeder Haustierbesitzer wurde schon einmal mit dem leidigen Thema „Parasit“ konfrontiert.
Ein sehr unangenehmer Zeitgenosse dieser Gattung ist der Floh, denn er sucht sich nicht nur das Haustier als Wirt aus, sondern macht auch vor dem Menschen nicht halt. Besonders häufig treten Katzenflöhe (Ctenocephalides felis) oder auch Hundeflöhe (Ctenocephalides canis) auf, da ihre Wirte, sprich Hunde und Katzen, meist in der Umgebung des Menschen leben und somit diesen Plagegeistern Tür und Tor öffnen. Der eigentliche Menschenfloh (Pulex irritans) ist in Mitteleuropa kaum noch anzutreffen. 

Wenn du eines Morgens also aufwachst und einen unerträglichen Juckreiz an deinem Unterschenkel verspürst, dann könntest du vielleicht Opfer eines solchen blutsaugenden Parasiten geworden sein. 

Wie kannst du nun Flohstiche erkennen?

  • Den Stich oder Biss eines Flohs bemerkst du eher selten, da er sein Unwesen in der Nacht treibt. Der Floh führt häufig Probestiche aus, bevor er die geeignete Körperstelle ausfindig gemacht hat und sein Werk vollenden kann. 
  • So lässt es sich erklären, dass gleich mehrere Stiche an einer Stelle zu finden sind. Solche nah beieinander liegende Stiche werden daher auch Flohleiter oder Flohstraße genannt. Anhand der Vorgehensweise dieses Parasiten ist es sehr leicht Flohstiche zu erkennen. 


Kann ein Flohstich für dich gefährlich sein?

  • Grundsätzlich kann diese Frage mit einem Nein beantwortet werden. Nur den guten hygienischen Bedingungen von heute ist es zu verdanken, dass Krankheiten durch Flöhe in Mitteleuropa keine Bedeutung mehr haben. 
  • Trotzdem sind diese Stiche, wenn du an deinem Körper Flohstiche erkennen bzw. definieren konntest, sehr unangenehm. Stark juckende, punktförmige Hautrötungen, gefolgt von gelegentlicher Quaddelbildung sind die ersten Anzeichen. 
  • Außerdem kann eine rote, extrem juckende Verdickung (auch als Papel bezeichnet) auftreten, die über Tage bestehen bleibt. Ein interessantes Phänomen tritt auf, wenn du wieder durch den Floh attackiert wirst. 
  • Jeder erneute Flohstich führt dazu, dass auch die früheren Stichstellen zu jucken beginnen. Dieses Phänomen wird daher auch als „Repetieren“ bezeichnet. Leider entsteht der Juckreiz insbesondere im Schlaf und du kratzt unwillkürlich an den Flohstichen, was zu Entzündungen der betroffenen Stellen führen kann. 
  • Bevor sich noch weitere Keime in der Haut einnisten können, solltest du besser deinen Hausarzt aufsuchen. Er wird sofort die Flohstiche erkennen und geeignete Maßnahmen für die Heilung ergreifen.


Welche vorbeugenden Maßnahmen kannst du ergreifen?

  • Als stolzer Haustierbesitzer kannst du einem Flohbefall vorbeugen, indem du regelmäßig den Wohnbereich reinigst. 
  • Ganz besonderen Wert solltest du hierbei auf die bevorzugten Liegeplätze deiner Haustiere legen. Denn diese sind wahre Brutstätten. 
  • Zu guter Letzt unterstützen spezielle Flohbänder oder auch diverse Flohmittel den Kampf gegen diesen unangenehmen Zeitgenossen.

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