Foto: Shutterstock.com

Gähnen ansteckend? - Warum?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Kennst du das: Dein Gesprächspartner ist müde und beginnt zu gähnen.

Kennst du das: Dein Gesprächspartner ist müde und beginnt zu gähnen. Wenige Sekunden später kannst auch du das Gähnen nicht mehr zurückhalten. Doch woran liegt diese Ansteckung?

wir?" target="_blank">Gähnen muss kein Ausdruck von Langeweile sein! Forscher sind sich immer noch nicht sicher, warum wir gähnen.
  • Es könnte sich z.B. um Sauerstoffaustausch handeln, damit wir wieder aktiver mitdenken können.
  • Nicht nur wir, sondern auch in der Tierwelt ist das ansteckende Mundaufreissen bekannt:
  • Schimpansen kennen das gleiche Phänomen! Für Forscher ist dies ein Zeichen, dass auch die Tiere Empathien empfinden können.
  • Du kannst ja mal in der gemeinsamen Runde beim DVD schauen oder Karten spielen, herzhaft gähnen und überprüfen, wer sich anstecken lässt!
  • Darum gähnen wir

    Wie kommt es zum ansteckenden Gähnen?

    1. Ausschlaggebend für die Ansteckung ist nicht, dass wir den Mund unseres Gegenübers sehen, sondern die Augen!
    2. Das funktioniert nicht nur, wenn du dich mit jemanden, der gähnt im Raum befindest, sondern auch wenn du ein Gähnen im Fernsehen oder auf Video siehst.
    3. Es kann sogar sein, dass du beim Lesen dieses Artikels das Gefühl hast zu gähnen!
    4. Schuld daran sind die sog. Spiegelneuronen, die für menschliche Nachahmung zuständig sind.
    5. Diese Nervenzellen sind für das menschliche Lernen zuständig: Nur wer in der Lage ist, etwas nachzuahmen, ist lernfähig.

    Wieso gähnen wir mit?

    1. Das ansteckende Gähnen ist ein Zeichen von Empathie.
    2. Leute, denen du unsympathisch bist, gähnen weniger oft mit als deine Freunde.
    3. Gähnen zeigt uns, dass unser Gegenüber müde ist und dieses Verhalten ist uns wichtig: Wir empfinden mit ihm und gähnen auch.
    4. Es ist sogar in Studien bewiesen worden, dass Leute, die beim Gähnen immun reagierten, eine geringe Empathiefähigkeit besitzen.

    Kommentare