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Genitalherpes - Wie erkennt man die Krankheit und was kann man dagegen tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Genitalherpes ist eine chronische Erkrankung und wird durch Herpes-Simplex-Viren hervorgerufen.

Genitalherpes (Herpes Genitalis) ist eine chronische Erkrankung und wird durch Herpes-Simplex-Viren hervorgerufen. Hierbei handelt es sich um eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten. Unterschieden wird zwischen Herpes-Simplex-Virus Typ 1 und Typ 2. In circa 70% aller Fälle von Genitalherpes handelt es sich um eine Infektion mit Herpes-Simplex-Typ 2.

Nach der Erstinfektion verbleibt das Virus lebenslang im Organismus, wenn auch möglicherweise nur im Ruhezustand. Eine folgende Reaktivierung ist aber nicht unwahrscheinlich.

  • Das Leitsymptom des Genitalherpes sind schmerzhafte, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Die aufgeplatzten Bläschen gehen in Geschwüre und Krusten über.
  • Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Tage. Nicht unüblich sind auch grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelschmerzen. 
  • Lokal im Genitaltrakt zeigt sich zu Beginn eine Rötung und Schwellung der Schleimhaut, eventuell ein Anschwellen der Leistenlymphknoten. 
  • Bei Männern ist vor allem der Penisschaft, die Eichel und die Vorhaut betroffen. Bei Frauen wird die Infektion an der Vulva, der Vagina, am Damm und am Gebärmutterhals sichtbar. Weiterhin sind auch Hautläsionen außerhalb des Genitaltrakts möglich, zum Beispiel an den Oberschenkeln.
  • Auch bei der Harnentleerung kann es zu Beschwerden kommen, möglich ist hierbei auch eine eitrige Sekretion.
  • Die Erkrankung weist also einige mit dem bloßen Auge erkennbare Symptome auf. Der Arzt kann überdies auch noch einen Labornachweis führen. Hierfür wird ein Abstrich oder eine Gewebeprobe untersucht. Auch eine Untersuchung auf Antikörper ist möglich.

Was kann man bei Genitalherpes tun?

  1. Leichte Formen des Genitalherpes sind nicht zwangsläufig behandlungsbedürftig. Stärkere Ausprägungen werden vom Arzt mit virushemmenden Medikamenten (Virustatika) therapiert. Diese antiviralen Medikamente werden meist oral verabreicht, in schweren Fällen kann eine intravenöse Behandlung nötig sein.
  2. Darüberhinaus kann eine Schmerzmittelgabe sinnvoll sein.
  3. Wichtig neben der medikamentösen Behandlung ist ein Einhalten des Patienten von bestimmten Hygienemaßnahmen.
  4. Aufgeplatzte Bläschen sollten tunlichst nicht berührt werden. Häufiges Waschen der Hände verhindert ein Weiterverbreiten der Infektion. Unterwäsche sollte aus Baumwolle sein, damit man sie in der Waschmaschine kochen kann.
  5. Im akuten Fall sollte man auf Geschlechtsverkehr verzichten und den Sexualpartner über die Infektion informieren. 
  6. Auch Kondome können keinen sicheren Schutz bieten, da sich die Bläschen nicht ausschließlich im Genitalbereich, sondern auch auf der umliegenden Haut ausbreiten können.
  7. Von einer Selbstbehandlung ist in jedem Fall abzusehen.

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