Foto: Shutterstock.com

Glutamat im Lebensmittel? - Darum geht's

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Glatumate sind Salze der Glutaminsäure und als Würze in vielen Produkten enthalten.

Entdeckt wurde das Mittel bereits 1908. Ein Japaner extrahierte daraus das heute bekannte Mononatriumglutamat, das als Geschmacksverstärker vielen verschiedenen Produkten zugesetzt ist. Glutamat ist aber nicht immer als solches eindeutig gekennzeichnet, sondern wird oft als Würze, oder als E620 bis E625 deklariert.

  • Glutamat gilt als Auslöser des Chinarestaurant-Syndroms.
  • Hierbei kommt es nach dem Genuss zu einem Schwächegefühl, Schwitzen, und zu Herzrasen. Asthmatiker können, falls sie allergisch reagieren, einen Asthmaanfall von Glutamat bekommen.

  • Inhaltsangaben auf Fertigprodukten
  • Liste der Zusätze
  • Deutliche Deklaration

Glutamat als Geschmacksverstärker - einige Hinweise

  • Es gibt aber nicht nur das künstlich hergestelltes Glutamat, sondern auch Lebensmittel, die über natürliches Glutamat verfügen. Dazu gehören unter anderem Tomaten, Pilze und Lachs.
  • Dieses natürliche Glutamat kommt nur in den Proteinen vor, und ist für den Menschen nicht zu schmecken. Wir schmecken nur das synthetisch hergestellte Glutamat.
  • Dieser Geschmacksverstärker soll das Essen aber nicht nur würziger und leckerer machen, sondern steht auch im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein.
  • Zum einen wird es als Auslöser für das Chinarestaurant-Syndrom verantwortlich gemacht, zum anderen gilt Glutamat auch als appetitanregend, und trägt somit entscheidend zur Entstehung von Übergewicht bei. 
  • Obwohl Glutamat auf den Produkten deutlich gekennzeichnet werden muss, ist es dort unter vielen verschiedenen Begriffen deklariert. Neben den genannten E-Nummer, kann es auch als Würze, Sojawürze, Speisewürze oder einfach als Aroma gekennzeichnet sein.
  • Glutamat soll und aber nicht nur die diversen Fertigprodukte schmackhafter machen, sondern es ist auch ein wichtiger Botenstoff, der für den Zellstoffwechsel im Gehirn zuständig ist.
  • Einige neurodegenerative Erkrankungen im Hirn stehen in einer engen Verbindung mit einem erhöhten Glutaminspiegel.
  • Wer sich aber gesund und ausgewogen, und überwiegend von frischen Zutaten ernährt, nur ab und zu ein Fertigprodukt zu sich nimmt, sollte sich keine Sorgen machen.
  • Glutamat ist unter anderem in fertigprodukten wie Knabberartikeln, Fertgipizza, Fertigsuppen und Wurst enthalten.
  • Die meisten Fertiggerichte enthalten den Geschmacksverstärker, der für einen intensiven und fleischigen Geschmack sorgen soll.
  • Somit wird er durch die gleichzeige appatitanregender Wirkung auch zum Dickmacher ernannt.
  • Falls Sie jedoch empfindlich reagieren, und nach Fertigprodukten irgendwelche Veränderungen spüren, dann sollten Sie sich die Zusammensetzung einmal genau ansehen. Denn es ist nicht immer nur das Glutamat, das zu Unverträglichkeiten beim Verbraucher führt.
  • Neben den oben genannten Symptomen kann es bei Menschen mit einer Lebensmittelallergie auch zu tränenden Augen, Schwellungen und zu starkem Hautjucken kommen. 
  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann sollten Sie den Besuch bei einem Ernährungsberater in Betracht ziehen, und sich dort weitergehend über dieses Mittel und dessen positive oder negative Wirkung aufklären lassen.

Kommentare