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Gonorrhö - Was tun bei einer Tripperinfektion?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Die Gonorrhö ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten in Europa.
nbsp;Umgangssprachlich wird sie auch Tripper genannt. Trotz des vielzähligen Auftretens wissen viele Menschen nur sporadisch über diese Krankheit bescheid.

Die Trippererreger sind Bakterien, sogenannte Gonokokken. Diese fühlen sich im feucht-warmen Milieu wohl und werden somit häufig durch Genitalkontakt übertragen. Aber auch extragenitale Formen sind möglich. Dann kann die Tripperinfektion auch auf die Mundschleimhaut oder die Schleimhaut des Anus übertragen werden. Auch eine infizierte Mutter kann bei der Geburt ihr Baby damit infizieren. Diese Art der Gonorrhö nennt man Gonoblennorrhö. Das Neugeborene bekommt dann eine Bindehautentzündung der Augen. Zur Vorbeugung ist daher die sogenannte Credesche Prophylaxe vorgeschrieben. Dabei wird eine Lösung in den Bindehautsack des Kindes geträufelt, welche die Erkrankung verhindert.

  • Die Therapie gegen Gonorrhö erfolgt mithilfe von Antibiotika in Form von Penicillin. Meistens reicht eine einmalige Gabe. 
  • Auch der Sexualpartner sollte mit Antibiotika behandel werden, da ansonsten eine erneute gegenseitige Ansteckung sehr wahrscheinlich ist. 
  • Nach einer Woche sollte man erneut einen Abstrich machen und diesen unter dem Mikroskop untersuchen lassen, um die vollständige Genesung zu gewährleisten.

  1. Bei Frauen sind die Symptome meist Schmerzen beim Wasserlassen und ein häufiger Harndrang als Zeichen einer Entzündung von Harnröhre und -blase sowie ein wässriger Ausfluss infolge einer Entzündung des Gebärmutterhalses. 
  2. Da diese Gonorrhö meist mild verläuft, wird diese häufig nicht erkannt. 
  3. Dadurch kann der Tripper zur chronischen Krankheit werden. 
  4. Erreicht Die Entzündung den Eileiter, so kann dieser verkleben. Dadurch kann Sterilität die Folge sein.

 

  1. Bei Männern stellen sich bereits nach 1 bis 3 Tagen nach der Ansteckung eine Rötung und Schwellung der Harnröhrenmündung mit Brennen beim Wasserlassen sowie einem anfangs wässrigen, später eitrig-schleimigen Ausfluss. 
  2. Unbehandelt kann sich die Infektion weiter ausbreiten. 
  3. Nach zwei bis drei Wochen treten dumpfe Schmerzen am Damm sowie in der Blasengegend. 
  4. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Prostata angegriffen ist. 
  5. Die Entzündung kann auch auf den Nebenhoden übergehen. Dabei kommt es zu Rötung, Schwellung sowie Druckschmerzhaftigkeit. 
  6. Eine schwere Folge kann die Sterilität sein. Aber auch allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber können Symptome sein. 

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