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Grippaler Infekt vs. Grippe: Die Unterschiede?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Der Sommer ist zu Ende, die Tage werden kürzer und die Witterung wird merklich kühler und nasser.
Viele von uns erwischt es in dieser Zeit: die Nase läuft, der Hals brennt und kratzt, der Kopf schmerzt, Husten und Heiserkeit machen uns zu schaffen und wir fühlen uns matt. Hat mich nun die Grippe erwischt, oder ist es nur ein grippaler Infekt, eine banale Erkältung? Wo liegt der Unterschied zwischen einer Grippe, auch Influenza genannt und einem grippalen Infekt?

Grippaler Effekt

Die Symptome eines grippalen Infekts sind einer Grippe ähnlich. Ein grippaler Infekt wird durch Viren ausgelöst, meist Rhino-, Corona- oder Adeno-Viren. Über 200 Virusarten können einen grippalen Effekt hervorrufen. Aufgrund dieser Vielfalt ist eine Impfung nicht möglich. Ein Erwachsener erkrankt durchschnittlich 2- bis 3-mal im Jahr an solch einem Infekt. Kinder sind häufiger betroffen. Eine Erkältung befällt meist die Nasenschleimhäute, Hals und Bronchien.

Häufig tritt auch leichtes Fieber auf. Eine solche Erkältung beginnt meist langsam und klingt normalerweise nach einigen Tagen wieder ab. Erkältungen können über das ganze Jahr verteilt auftreten, am häufigsten treten sie jedoch in der kalten Jahreszeit auf. Wird man von einer Erkältung erwischt, sollte man sich etwas schonen, frisches Obst und Gemüse essen, viel trinken.

Auch kleine Spaziergänge an der frischen Luft tun dem Körper gut. Nasensprays lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und Lutschtabletten lindern die Halsschmerzen. Nach ein paar Tagen ist aber meist wieder alles vorbei. Bei bakteriellen Infektionen wird bei Bedarf auch ein Antibiotikum verschrieben.

Die Grippe

Sie wird durch hochansteckende Influenzaviren ausgelöst. Die Symptome sind akuter als bei einem grippalen Effekt. Die Grippe tritt plötzlich mit akuten Beschwerden auf: schnell ansteigendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Schwächegefühl und Appetitlosigkeit. Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch) beträgt meist nur wenige Stunden. In der Regel bleiben die Symptome etwa 1-2 Wochen.


Hat es einen erwischt dann gilt Bettruhe. Körperliche Anstrengungen und Arbeit sollten tunlichst vermieden werden, nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr den Mitmenschen und Kollegen gegenüber. Eine nicht auskurierte Grippe kann Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung begünstigen. Die Grippesymptome kann man mit Erkältungsmitteln und fiebersenkenden Medikamenten lindern. Im Gegensatz zum grippalen Infekt kann man sich hiergegen impfen lassen. Eine Sie lässt sich nicht mit einem Antibiotikum bekämpfen da Antibiotika nichts gegen Viren ausrichten können. Der Einsatz von Antibiotika eignet sich nur gegen bakterielle Infektionen.

 

Übertragung

Grippaler Infekt und Influenza übertragen sich beide durch Tröpfcheninfektion. Die Viren verteilen sich durch Husten, Niesen und Reden. Dabei werden die Viren durch die Luft gewirbelt und über die Atemwege aufgenommen. Die Ansteckung wird bei einem angeschlagenen Immunsystem begünstigt.

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