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Grippe bei Kindern und Erwachsenen - Unterschiede

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Die Influenza ist eine akute Viruserkrankung. Das Krankheitsbild kann unterschiedlich sein: vom symptomarmen bis zum tödlichen Verlauf.

Die Influenza ist eine akute Viruserkrankung. Das Krankheitsbild kann unterschiedlich sein: vom symptomarmen bis zum tödlichen Verlauf. Sie schlägt meist von „jetzt auf gleich“ zu und braucht längere Zeit als eine Erkältung im Heilungsprozess. Zeigt das Fieberthermometer 38,5 Grad oder mehr an, klagt der Betroffene außer den Erkältungssymptomen über Muskelbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit oder Durchfall, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Grippe. Sie dauert mindestens eine Woche. Im Anschluss hält bei den Patienten meist die Antriebslosigkeit, das „Schlappsein“ über Tage oder sogar Wochen noch an. Bei einer Influenza, die durch Viren verursacht wird, helfen weder bei Erwachsenen noch bei Kindern Antibiotika.

Bitte beachten

  • Das Immunsystem bei den Kleinsten ist noch nicht ausreichend gestärkt. Gerade sie sind besonders anfällig für grippale Infekte. Auch der Nachwuchs fühlt sich bei einer Erkrankung mit Influenzaviren müde und abgeschlagen. Mit Beginn der ersten Krankheitsanzeichen ist der kleine Patient für eine Woche eine Ansteckungsgefahr für andere.
  • Da eine Grippe schwere Folgen haben kann, muss eine ärztliche Behandlung erfolgen!

Unterschiede und Verhaltensweisen bei Grippe

  • Schnupfen bei Säuglingen birgt die Gefahr in sich, dass er nach „unten rutscht“, denn Babys können noch nicht in das Taschentuch „schnäuzen“. Eine fieberhafte Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündung kann die Folge sein.
  • Manche Kinder (vom Kleinkind bis zum Schulalter) bekommen nach dem Schnupfen eine Mittelohrentzündung. Ursache ist, dass die Verbindungsgänge zwischen Nase und Ohr noch sehr eng sind und schlecht „belüftet“ werden. Dieses „Klima“ begünstigt Bakterien, die zu Entzündungen führen. 
  • Im Jahr können die Kleinen bis zu zwölf Mal erkältet sein oder besonders im Herbst und Winter an einer Grippe erkranken. Im Gegensatz zu den Erwachsenen ist das normal, denn das Immunsystem wird dadurch trainiert.
  • Erwachsene haben Fieber bei über 38 Grad, Kinder „fiebern“ häufig schneller und höher. Liegt die Temperatur darunter, ist eine Behandlung nicht zwingend erforderlich. 
  • Die Medikamente, die der Kinderarzt verordnet, werden je nach Alter des an Grippe erkrankten Kindes eingesetzt. Er wird die Entscheidung individuell treffen und nicht „mit Kanonen auf Spatzen schießen“.
  • Frischluftzufuhr tut dem Kind auch während der Nacht gut. Die Raumtemperatur des Kinderzimmers darf allerdings nicht unter 18 Grad abfallen.
  • Was dem Erwachsenen hilft, kann einem kleinen Kind schaden. Das Einreiben mit Erkältungsbalsam, der ätherische Duftstoffe (Menthol) enthält, kann die Atemwege reizen und die Schleimbildung vermehrt anregen. Das führt unter Umständen bis zu schwerer Atemnot.
  • Kinder haben durch das Fieber sehr oft Flüssigkeitsmangel, der unbedingt durch Trinken ausgeglichen werden muss. Sie sollten in jedem Fall einem Arzt vorgestellt werden. 
  • Die Grippeschutzimpfung wird besonders für diejenigen empfohlen, die durch chronische Erkrankungen (Bronchitis, Asthma, Herz-Kreislauf oder Stoffwechselkrankheiten) bereits geschwächt sind. Eine Grippe-Impfung ist für gesunde Kinder nicht notwendig.
  • Nützliche Informationen unter: http://www.gesundheit.de oder http://www.leben-und-erziehen.de/kleinkind/gesundheit-pflege/der-erkaeltungs-knigge

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