Foto: Shutterstock.com / Eine unzureichend behandelte Grippe kann unangenehme und gefährliche Folgeerscheinungen, wie etwa Bronchitis, zur Folge haben.

Grippe und Bronchitis: Abhilfe schaffen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Alljährlich im Winter häufen sich die Nachrichten zur Grippe-Welle.

Alljährlich im Winter häufen sich die Nachrichten zur Grippewelle. Jährlich sind etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung von den plötzlich auftretenden Beschwerden betroffen. Im Normalfall heilt die Erkrankung ohne Probleme ab. Unter speziellen Umständen kann es aber zu Komplikationen wie etwa Bronchitis kommen. Damit es gar nicht erst dazu kommt, ist es sinnvoll rechtzeitig vorzubeugen. 

Grippe

Erkrankungen: jährlich etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung 
Vorsicht bei: alten, schwachen und kranken Menschen und bei Kindern
Symptome: plötzliches hohes Fieber, Husten, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen
Vorbeugung: Impfung, ausgiebige Hygiene, Naturheilmittel
Therapie: Bettruhe, viel trinken, Medikamente nach Absprache mit dem Arzt

Komplikationen: Bronchitis, Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung

Die Grippewelle kommt im Winter

Die echte Grippe oder Influenza genannt, ist eine Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Sie tritt vorwiegend in der kalten Jahreszeit auf und betrifft meist große Teile der Bevölkerung. Vor allem für alte, chronisch kranke, schwache Menschen und Kinder kann die Influenza gefährlich werden und sogar zum Tod führen. Übertragen wird das Virus durch Tröpfchen-, Kontakt- oder Schmierinfektion. Über die Schleimhäute der Atemwege dringen die Viren in den Organismus ein. Danach kommt es nach etwa ein bis drei Tagen zu den ersten Symptomen. Innerhalb weniger Stunden kommt es zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und Husten. Bei gefährdeten Personen kann sich neben der Grippe auch eine Bronchitis manifestieren. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Atemwege mit Husten und Schleimproduktion.

Optimaler Schutz durch Impfung

Um einer echten Grippe optimal vorzubeugen, gibt es bereits seit Jahren eine entsprechende Impfung. Vor allem Risikopatienten sollten sich impfen lassen. Der beste Zeitraum dafür liegt zwischen Oktober und November. Nach etwa zwei Wochen kann davon ausgegangen werden, dass der Impfschutz gegeben ist. Eine Impfung ist aber selbst dann noch sinnvoll, wenn eine Grippewelle bereits beginnt. Nachdem sich die Influenzaviren kontinuierlich verändern, hält der Impfschutz nur ein Jahr lang. Für optimalen Schutz ist daher eine jährliche Impfung anzuraten. Der Impfstoff ist im Regelfall gut verträglich. Starke Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten, allerdings kann sich die Einstichstelle röten und eine leichte Temperaturerhöhung ist möglich. Die Influenza-Impfung ist nur gegen die echte Virusgrippe wirksam, ein grippaler Infekt wird dadurch nicht verhindert. 

Vorbeugen ist besser als heilen

Wer sich nicht impfen lassen will, kann auch selbst einiges dazu tun der Grippe und damit einer drohenden Bronchitis zu entkommen. Da die Viren auch durch Kontakt übertragen werden können, hilft regelmäßiges Händewaschen. Wenn rundherum alles niest und hustet, sollten Menschenansammlungen nach Möglichkeit vermieden werden. Abstand halten ist dann sicher nicht unhöflich. In solchen Situationen sollte vorwiegend durch die Nase geatmet werden, denn die Flimmerhärchen fangen bereits einen Teil der Viren ab. Sehr gut zur Vorbeugung sind regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösungen. Entsprechende Nasenduschen sind in der Apotheke erhältlich. Ebenso in der Apotheke findet man homöopathische Mittel wie Echinacea, die die Immunabwehr stärken können. Auch verschiedene Kräutertees wie Lindenblüte oder Hollerblüte stärken das Immunsystem. Wechselduschen und ausreichend Schlaf gehören ebenso zu den Mitteln, mit denen man einer Infektion vorbeugen kann. Sollte all dies nicht helfen und es zu einem Ausbruch einer Grippe kommen, sollte ein Arzt zurate gezogen werden um eventuelle Komplikationen wie die Bronchitis auszuschließen. 

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