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Hämatologie Blutbild Werte - Was bedeuten die Werte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Auskunft, ob eine Erkrankung bzw. ein Mangel vorliegt.

Die Hämatologie ist ein Spezialbereich der Inneren Medizin. Dabei beschäftigt sie sich mit der Therapie und Diagnostik von Bluterkrankungen.

 

Dazu werden Blutwerte erhoben, die eine Beurteilung diverser Organerkrankungen und Fehlfunktionen des Körpers ermöglichen.

 

Als Hämatologie versteht man also die Lehre von Blutkrankheiten. Hämatologie Blutbild Werte geben Dir also Auskunft ob eine Erkrankung oder ein Mangel vorliegt.

Zu den Blutwerten der Hämatologie gehören

  • Hämoglobin,
  • das Hämatokrit,
  • die Leukozyten,
  • Granulozyten,
  • Monozyten,
  • Lymphozyten,
  • die Erythrozyten und Thrombozyten,
  • sowie MCV, MDH und MCHC.

So liest man das Blutbild

  • Die Hämatologie-Blutbild-Werte sind für Dich absolute Fremdsprache? Dann bringt Dir nachfolgende Übersicht etwas Klarheit darüber, was die Werte sind und woher zu hohe oder zu niedrige Werte kommen können.
  • Der Hämatokritwert gibt Dir den Anteil der Blutzellen im Gesamtblut an. Je höher der Wert desto dicker ist das Blut und umgekehrt. Der Wert gibt also die Fließeigenschaft des Blutes an.
  • Die Erythrozyten beinhalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Dieser ist für die Kohlendioxid- und Sauerstoffbindung an die roten Blutkörperchen zuständig.
  • Die Sauerstoffversorgung des Köpers ist von der Höhe der roten Blutkörperchen abhängig. Wenn Dein Wert zu hoch ist, liegt meist ein Sauerstoffmangel vor. Ein zu niedriger Wert kommt häufig bei Blutarmut vor.
  • Hämoglobin ist für die Sauerstoff- und Kohlendioxidbindung im Blut zuständig. Ein stark erhöhter Hämoglobin-Wert kommt unter anderem bei einer Vermehrung der roten Blutkörperchen vor, etwa bei einem Schlaganfall, Gehirntumoren, Gehirnhautentzündung oder bei Aufenthalten in großer Höhe. Ein zu niedriger Hämoglobin-Wert ist häufig ein Anzeichen einer Eisenmangelanämie.
  • Die Leukozyten geben Dir einen Überblick über die körpereigene Abwehr. Die Leukozyten spielen nämlich eine große Bedeutung bei der Abwehrfunktion des Körpers. Der Leukozyten-Wert gibt Auskunft über mögliche Infektionen oder Entzündungen des Körpers. Ein erhöhter Wert kann viele Ursachen haben, häufig deutet er aber auf eine akute Infektion hin. Aber auch Allergien, akute Vergiftungen, Schockzustände oder Leukämie können ursächlich sein. Ein stark erniedrigter Wert deutet fast immer auf eine Virusinfektion hin.
  • Die MCH-, MCV-, RDW- und MCHC-Werte geben detaillierte Auskünfte über Hämoglobin, Hämatokrit und Erythrozyten an. Zu niedrige MCHC-, MCH- oder MCV Werte können für Dich ein Hinweis auf einen Eisenmangel sein, welcher zur Blutarmut führt.
  • Zu niedrige Werte entstehen oft bei Eisenmangel, Eisenverwertungsstörung, bei Infektionen oder Vitamin B6-Mangel. Zu hohe MCHC-, RDW-, MCV- und MCH Werte können auf Mangelerscheinungen oder zahlreiche Krankheiten hinweisen. So können beispielsweise zu hohe MCV und MCH Werte auf einen Alkoholmissbrauch hinweisen.
  • Diese vier Werte können aber auch bei Vitamin B12-Mangel, chronischer Leberkrankheit, Blutkrankheiten wie Leukämie oder Plasmozytom sowie bei Folsäuremangel vorkommen.

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