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Halsschmerzen rechts - Was ist der Grund?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29

Jeder Erwachsene ist durchschnittlich zwei Mal jährlich von Halsschmerzen betroffen. Meist sind sie eine Begleiterscheinung eines grippalen Infektes und klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Treten Halsschmerzen nur rechts auf, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Was genau dahinter stecken kann, wird im Folgenden erläutert.

Halsschmerzen rechts - Was kann es sein?

Seitenstrang-Angina (Angina lateralis)

  • befällt die von oben nach unten verlaufenden Lymphbahnen im Rachen 
  • als bakterielle Infektion hochgradig ansteckend

 

Mandelentzündung (Tonsilitis)

  • betroffen sind die Gaumenmandeln
  • Beschwerden strahlen zum Ohr aus
  • Virusinfekt auf den oftmals eine Infektion mit Streptokokken erfolgt

Seitenstrang-Angina

'Open Sans', sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px; font-size: 15px;">Eine Seitenstrang-Angina muss bei einseitigen Schmerzen im Rachenraum in Erwägung gezogen werden. Klagt ein Patient ausschließlich über Halsschmerzen rechts, können die von oben nach unten verlaufenden Lymphstränge betroffen sein.

Diese Form der Angina wird durch spezielle Kokken-Bakterien ausgelöst, meistens nach einem erkältungsbedingtem Virusinfekt. Die Schleimhäute sind in diesem Fall besonders anfällig. Neben der sichtbaren Schwellung und Rötung der Lymphbahnen ist ein weißer Belag zu erkennen. Die Schmerzen strahlen meist bis zum Ohr aus. Es treten oft erkältungsähnliche Smptome wie Fieber, Husten und Gliederschmerzen auf.
Ein Abstrich klärt in der Regel, um welche Bakterienart es sich handelt, so dass eine gezielte Antibiose eingeleitet werden kann und muss. Nach drei bis sechs Tagen ist eine Seitenstrang-Angina abgeklungen.

 

 

Mandelentzündung

'Open Sans', sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px; font-size: 15px;">Entzündungen der Gaumenmandeln sind ansteckend und werden durch Tröpcheninfektion übertragen. Bei Allgemeinmedizinern gehört die Tonsillitis zu den 20 häufigsten Behandlungsformen.

Bei einer Entzündung der Mandeln, auch Tonsillen genannt, treten Schmerzen im Hals auf. Diese können beidseitig sein, aber auch nur auf einer Seite auftreten. Die gleichzeitige Schwellung der Lymphe führt zusammen mit der Reizung der Mandeln zu Schluckbeschwerden. Oftmals ist eine Tonsillitis mit hohem Fieber verbunden.
Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Entzündung. Es ist nicht zwingend eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Verzichtet der Arzt auf eine Antibiose, wird die Mandelentzündung symptomatisch behandelt, z.B. durch das Verabreichen von Paracetamol. 

Bei akuten Mandelentzündungen wird aber in der Regel auf ein Antibiotikum zurückgegriffen. Bei normalem Verlauf klingt die Entzündung komplikationslos nach etwa einer Woche wieder ab. Kommt es mehrmals im Jahr zu einer Tonsillitis, werden die Mandeln in der Regel entfernt.

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