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Hautausschlag mit Juckreiz: Abhilfe und Hausmittel

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Was ist nun hinter diesen lästigen juckenden roten Flecken?

Es juckt mich, so dass es zur Qual wird, ständig fühle ich mich gedrängt, mich am Ellbogen zu kratzen. Ich ziehe Pullover und T-Shirt aus und sehe mir den juckenden rechten Ellbogen an. Zu meinem Schrecken zeigen sich rund um den Ellbogen viele rote Flecken, die den Juckreiz hervorrufen. Ein Hautausschlag! Was nun? Soll ich zum Arzt gehen oder wie kann ich da mit Hausmitteln Abhilfe schaffen? Eine entscheidende Frage ist: Was ist nun hinter diesen lästigen juckenden roten Flecken? 

Ein Hautausschlag mit Juckreiz kann sehr viele verschiedene Ursachen haben

  • eine Störung des Nervensystems, Gürtelrose,
  • eine seelische Belastung, Stress,
  • eine sogenannte Autoimmunkrankheit (zum Beispiel Neurodermitis oder Psoriasis),
  • eine Allergie gegen Insektenstiche, Lebensmittel, Tierhaare, Kleider, Kosmetika, UV- Bestrahlung durch die Sonne, Antibiotika,
  • Nebenwirkungen von Medikamenten,
  • eine Infektion durch Hautpilze, Bakterien, Viren (zum Beispiel Herpes, Masern, Röteln, Windpocken)

Tipps zur Behandlung

Für eine Behandlung eines Hautausschlages mit Juckreiz muss darum erst mal die Ursache abgeklärt werden, damit auch die richtige Abhilfe gewählt wird. Im Zweifelsfall wird man um eine Arztkonsultation nicht herumkommen. Aber niemand ist zu einer Therapie mit "Chemiekeulen" gezwungen! Das weiß auch der Arzt. Es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten zur Abhilfe durch natürliche Hausmittel.
Grundsätzlich bieten sich als bewährte Hausmittel das Einreiben von Fettcremes oder Ölen, das Auflegen von Umschlägen und Heilkräutern, oder dann Bäder an.


Das Einreiben von natürlichen Hausmitteln, wie Öle und Fettcremes, eignet sich vor allem dann, wenn der Hautausschlag mit Juckreiz lokal auftritt, wie bei Sonnenbrand, Insektenstichen, Textil- oder Tierhaar- Allergien. Liegt dagegen Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis vor, ist der ganze Körper betroffen, und dann ist ein Bad mit einer Meersalzlösung, vorzugsweise vom Toten Meer, geeignet.
Bei lokalem Hautausschlag mit Juckreiz empfiehlt es sich, die betroffenen Stellen einzureiben. Dafür eignen sich:

  • Oliven- oder Sonnenblumen- Öl,
  • ätherische Öle: Lavendelöl, Teebaumöl,
  • Fettcremes (am besten meersalzhaltige, ohne Duft- oder Konservierungsstoffe),
  • harnstoffhaltige Cremen (Bepanthen oder Vita- Merfen),
  • parfumfreier Aloe Vera Gel,
  • ein 1:1 Gemisch von Wasser und Obstessig,
  • konzentrierter Tee aus Stiefmütterchen-Kraut (in Apotheke erhältlich). 
  • Treten bei lokalem Hautausschlag mit Juckreiz auch Hitze und nässende Blasen auf, so eignet sich zur Abhilfe besser das Auflegen von Umschlägen. Da bewähren sich:
  • Umschläge aus kaltem Joghurt,
  • ein Brei aus Heilerde und Wasser, in ein sauberes Tuch eingewickelt,
  • Umschläge mit einem Brennessel- Sud und einem sauberem Leintuch,
  • Umschläge aus Stiefmütterchenkraut- Tee,
  • frische zerriebene Koriander- Blätter.


Diese Anwendungen muss man unterschiedlich lange einwirken lassen, meist eine halbe bis 2-1/2 Stunden. Der Umschlag aus dem Heilerde- Brei muss eine ganze Nacht einwirken!
Ist bei dem Hautausschlag mit Juckreiz der ganzen Körper betroffen, also bei Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis, so besteht die Abhilfe, wie vorhin erwähnt, in Bädern mit einer Meersalzlösung (100 Gramm Salz auf 5 Liter Wasser). Als weitere Möglichkeit bietet sich ein Bad an aus lauwarmem Wasser mit Lavendelöl, Teebaumöl oder Weizenkleie.
Die Dauer eines Bades ist 15 bis 30 Minuten. Anschließend soll der Körper in ein Badetuch gewickelt, aber nicht abgetrocknet werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Abhilfe ist, den Hautausschlag mit Juckreiz mit Kamillentee zu waschen. Dies beruhigt den Juckreiz rasch. 
Weiter ist darauf zu achten, generell beim Duschen oder Waschen ph-neutrale Seifen (bsp. Sebamed) zu verwenden und luftig sitzende Kleider aus Baumwolle oder Leinen zu tragen.

Der Mensch ist ein sehr komplexes Wesen, und muss in seiner Ganzheit betrachtet werden, deswegen: Bei großflächigen Hautausschlägen, besonders wenn die Ursache nicht eindeutig ist, ist auf jeden Fall ein praktischer Arzt, ein Dermatologe (Hautarzt), oder ein Naturarzt zu konsultieren. Besonders bei seelischen Belastungen ist ein Psychologe oder Seelsorger mit einzubeziehen. 
Grundsätzlich ist die Behandlung mit natürlichen Hausmitteln einer medikamentösen Behandlung vorzuziehen. Diese weist auch viel weniger unerwünschte Nebenwirkungen auf!

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