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Histamin und Alkohol? - Das ist zu beachten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:13
Wer kein Histamin verträgt, sollte auf den Genuss von Alkohol verzichten.

Die Histaminintoleranz, kurz auch HIT genannt, tritt dann auf, wenn dem Körper Histamin zugeführt wird, und dieses nicht abgebaut werden kann. Da Alkohol mehr oder weniger Histamin enthält, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Allerdings ist Histamin nicht nur im Alkohohl, sondern auch in vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten.

Histamin und Alkohol - Wechselwirkungen

  • Histamin gelangt sofort nach dem Genuss von Alkohol ins Blut. Ein Teil wird bereits von der Mundschleimhaut aufgenommen, der Rest verteilt sich auf die Magen-Darm-Schleimhaut und gelangt dann über den Dünndarm ins Blut.
  • Wer an einer Histaminintoleranz leidet, kann das Histamin nicht abbauen. Histamin ist in jeder Art von Alkohol enthalten. Es kommt in Weiß- und Rotwein, aber auch im Bier und in anderen alkoholischen Getränken vor. Oft zeigen sich deswegen kurz nach dem Alkoholgenuss Symptome, die denen einer Erkältung oder Grippe ähnlich sind.
  • Wenn Sie Histamin nicht abbauen können, dann kann es zu einer verstopfen Nase, tränenden Augen, Hustenreiz und Atembeschwerden kommen. Neben diesen schnupfenartigen Symptomen kann es aber auch zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch Schwindel, Hitzewallungen, Schweißausbrüche sowie Juckreiz und Hautausschlag sind nicht selten.
  • Da jeder Mensch anders auf Alkohol reagiert, und jeder einen anderen Stoffwechsel hat, können auch die Symptome ganz unterschiedlich sein.
  • Oft zeigen sich nur einzelne Symptome, bei anderen Betroffenen sind es mehrere Symptome gleichzeitig, die entweder nur leicht oder auch sehr stark ausgeprägt sein können.
  • Histamin ist aber auch ein Neurotransmitter, der unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Wird dieser durch den Genuss von Alkohol, ganz besonders durch den regelmäßigen Genuss gestört, so kommen viele weitere Beschwerden hinzu. 
  • Am besten ist es also, auf den Alkohol zu verzichten, denn auch alkoholfreie Biere können Histamin enthalten. Auch die Farbe des Getränks gibt keinen Aufschluss über die Menge Histamin, die in dem Getränk enthalten ist. Rotwein muss nur, weil er dunkler ist, nämlich nicht mehr von dem Stoff enthalten, als Weißwein oder Sekt.
  • Die Folgen von Alkoholgenuss bei einer Unverträglichkeit können schlimm werden. Starkes Herzrasen, Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme können unter Umständen sogar lebenbedrohlich werden.
  • Andere Symptome wie Hautjucken und Ausschlag lassen sich mit einem entsprechenden Medikament schnell wieder in den Griff kriegen. 
  • Betroffen sin zu 80% übrigens Frauen, wobei insgesamt nur 3% der menschen in Mitteleuroae unter einer Histaminintoleranz leiden.
  • Wer trotz allem nicht auf Alkohol verzichten möchte, der sollte niemals auf leeren Magen trinken, sondern vorher gut essen und ruhig auch etwas fettiges zu sich neben.
  • Zusätzlich gibt es einen einfachen Tipp der besagt, dass für jedes Glas Bier oder Wein die doppelte Menge an Wasser getrunken werden sollte

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