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Hormonspiegel testen? – Informationen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Es gibt 3 Möglichkeiten,den Hormonspiegel zu testen.

Den Hormonspiegel testet man aus verschiedenen Gründen. Mögliche Indikationen könnten sein: bislang unerfüllter Kinderwunsch, anhaltende Menstruationsstörungen, besondere Probleme in den Wechseljahren, Leistungsabfall, anhaltende Müdigkeit und Schwäche, starkes Über- oder Untergewicht (hier besonders in Zusammenhang mit Schilddrüsenstörungen), schwere Akne sowie seelische Erkrankungen.

  • Die Kosten, um den Hormonspiegel zu testen, tragen im Allgemeinen die Krankenkassen.
  • Inwieweit eine Testung allerdings indiziert ist, liegt im Ermessen des behandelnden Arztes.
  • Es gibt 3 Möglichkeiten,den Hormonspiegel zu testen.

Hormonspiegel testen - Die Möglichkeiten

Hormonspeicheltest:

  • Hormone können mittels eines Speicheltests (auch Saliva-Test genannt) untersucht werden. Bei der Hormonbestimmung aus dem Speichel misst man gezielt den freien, bioverfügbaren Anteil der Hormone. Das ist der Teil der Hormone, der nicht an Proteine gebunden ist und dadurch von unseren Zellen aktiv genutzt werden kann, zum Beispiel im Gehirn, in der Gebärmutter, in der Haut usw. Dieser Anteil kann sich verändern, je nachdem ob wir gesund sind oder mit einer Infektion zu kämpfen haben.
  • Speicheltests sind nicht-invasiv und dadurch nicht mit Schmerzen (wie bei einer Blutentnahme) verbunden. Der Speicheltest kann zeitlich und örtlich unabhängig von den Öffnungszeiten eines Arztes durchgeführt werden, auch zu Hause oder unterwegs.
  • Diese Flexibilität erleichtert insbesondere das Erstellen von Tagesprofilen, wenn mehrere Male während des Tages bestimmte Hormone gemessen werden sollen. Nacht- und Monatsprofile sind ebenfalls leicht durchführbar. Hormone werden im Tagesverlauf periodisch in größeren Mengen ausgeschüttet, so dass es sinnvoll ist, Mischproben von verschiedenen Tageszeitpunkten zu poolen, um einen durchschnittlichen Wert zu erhalten. Hormonen aus Speichelproben wird eine hohe Stabilität zugesprochen, weil sie trotz mehrtägiger Lagerung und Raumtemperatur die Genauigkeit der Ergebnisse nicht beeinträchtigen.

 

Bluttest:

  • Hormone können mittels eines Bluttests bestimmt werden. Für die Bestimmung der Hormone aus dem Blut muss zunächst eine Blutprobe entnommen werden. Dieses kann entweder mit Nadel aus einer Vene oder mit einem kurzen Einstich in die Fingerkuppe geschehen.
  • Bei der Hormonbestimmung mittels Bluttest wird der Anteil der Hormone gemessen, der an Proteine gebunden ist und im Körper zirkuliert. Der bioverfügbare Anteil der Hormone im Körper, die nicht an Proteine gebunden sind, wird nicht erfasst.
  • Die Hormone werden zu dem Zeitpunkt gemessen, an dem die Blutabnahme erfolgt ist und stellen damit eine Zeitpunkt-aufnahme dar. Hormonschwankungen über den Tag können durch dieses Verfahren nicht berücksichtigt werden. Die meisten Hormone werden als Gesamtwerte wiedergegeben, wobei sowohl die freien als auch die gebundenen Anteile mit eingeschlossen werden.

 

24h-Urin-Test:

  • Hormone können mittels eines 24h-Urin-Tests gemessen werden. Bei diesem Test wird der Urin über einem Zeitraum von 24 Stunden gesammelt. Für diese Zeitspanne werden die im Körper freigesetzten und in Umlauf befindlichen Hormone sowie die Stoffwechselprodukte ausgewählter Hormone gemessen. Es wird berücksichtigt, dass Hormone nicht zu jeder Tageszeit gleich sind, sondern über den Tag hinweg schwanken.
  • Die Sammlung des Urins über einen 24-stündigen Zeitraum gleicht diese Schwankungen im Tagesverlauf aus. Der Test soll Einblick in Ihren Stoffwechsel an einem durchschnittlichen Tag gewähren, ein ganzheitliches Bild Ihres Hormonspiegels ermöglichen und aufdecken, wie beides Ihre Symptome beeinflusst.
  • Wichtig ist, dass beim Sammeln kein Urin über die 24 Stunden vergessen werden darf. Wird doch versehentlich mal Urin vergessen, muss der Urin nochmals über 24 Stunden gesammelt werden.

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