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Ich bekomme keine Luft! - Eine Pollenallergie bekämpfen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Pollenallergie - Rechtzeitig mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit setzt auch wieder die Pollenbelastung ein.

Rechtzeitig mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit setzt auch wieder die Pollenbelastung ein. Für Allergiker beginnt jetzt wieder eine anstrengende Zeit. Die Pollenallergie, umgangssprachlich auch als Heuschnupfen bezeichnet, ist im Zunehmen begriffen. Bereits zwanzig bis dreißig Prozent der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum leiden unter einer Pollenallergie

Fact Box

  • Tendenz der Betroffenen steigend

  • Die Pollenallergie kann Auslöser für Asthma sein

  • Auch Haustiere können unter einer Pollenallergie leiden

  • Eine Pollenallergie kann auch vererbt werden

Die Pollenallergie muss behandelt werden

  • Kann sich der Allergiker mit dem ständigen Niesen und den tränenden Augen noch abfinden, wird es jedoch zunehmend bedrohlicher, wenn die Betroffenen das Gefühl haben, sie bekommen keine Luft mehr. 

  • Bleibt die Pollenallergie unbehandelt, kann sie der allergische Auslöser für Asthma sein. Anfallsartig keine Luft mehr bekommen, starker, trockener Husten und Pfeifgeräusche beim Atmen sind die Hauptsymptome bei der Asthmaerkrankung.

  • Die Auslöser können Pollen von Bäumen und Getreide oder Kräuter und Gräser sein.

 

Die Bekämpfung einer Pollenallergie beruht auf drei Säulen:

  • Die Allergenkarenz

  • Die Linderung der Symptome

  • Die Bekämpfung der Ursache

  • Die meisten Allergiker wissen ganz genau auf welche Pollen sie allergisch reagieren. Die Vermeidung gestaltet sich aber oft als sehr schwierig, da die Pollen überall in der Luft sind und auch durch geöffnete Fenster und Ritzen eindringen.

 

Die Allergenkarenz:

  • In der Akutphase einen Mundschutz tragen

  • Bei geschlossenen Fenstern schlafen

  • Nur am Abend oder in der Nacht kurz lüften

  • Wäsche nicht im Freien trocknen

  • Pollenschutzgitter anbringen

  • Haare immer abends waschen, tagsüber sammeln sich die Pollen im Haar

 

Symptome lindern

  • Es gibt Medikamente die die Pollenallergie bekämpfen können. Dabei werden hauptsächlich die Symptome und die Beschwerden bekämpft, heilbar ist die Allergie in meisten Fällen leider nicht. Diagnose und Therapie sind ganz eng miteinander verbunden. 

  • Die sogenannten Antihistaminika unterdrücken die allergische Reaktion. Mit kortisonhaltigen Medikamenten wird die Entzündungsreaktion im Körper gestoppt. Homöopathische Medikamente können ebenfalls zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. 

  • In schweren Fällen, wenn die Allergiker das Gefühl haben sie bekommen keine Luft, können vom Arzt Beta-2- Sympathomimetika verschrieben werden. Diese Medikamente lassen die Muskeln der Bronchien erschlaffen und somit erweitern sich die Atemwege.

 

Die Bekämpfung der Ursache:

  • Bei der modernen Behandlung einer Pollenallergie gelangt die Immuntherapie zum Einsatz. Mit der spezifischen Immuntherapie oder der Hyposensibilisierung wird der Körper mit ganz geringen Mengen des Auslösers konfrontiert und soll sich so langsam auf das Allergen gewöhnen. Das Ziel dieser Therapie ist, dass das Immunsystem unempfindlicher wird. 

 

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