Foto: Shutterstock.com / Vor allem Influenza Typ A ist in vielerlei Hinsicht problematisch.

Influenza A vs. Influenza B: Die Influenzaviren

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:29
Der Unterschied zwischen den Influenza Typen und deren Besonderheiten.

Man unterscheidet nicht nur zwischen grippalen Infekten und der "echten" Grippe, sondern auch innerhalb dieser sogenannten Influenza gibt es verschiedene Formen: Influenza A, B und C. Letztere wird hier aber nicht näher betrachtet. 

Influenza

  • Influenzaviren gehören zur Gruppe der Orthomyxoviridae, behüllte Viren
  • die Hülle von Influenza-A-Viren ist extrem wandelbar
  • so können sich immer neue Untertypen bilden
  • Erbinformation liegt bei allen Typen im RNA-Einzelstrang vor
  • Influenza-A-Viren befallen neben Menschen auch andere Säuger und Vögel
  • beide Typen der Influenzaviren können lokale Epidemien und globale Pandemien auslösen
  • Übertragung von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion

Influenzaviren im Überblick

Allgemeins zu Influenzaviren

  • Anders als bei Menschen, liegt die Erbinformation bei Influenzaviren als einsträngige Ribonukleinsäure (RNS) vor. 
  • Die Erreger sind extrem wandelbar und können sich zügig an ihre Umgebung anpassen. 
  • Diese Anpassung wird durch ihre Hülle ermöglicht, die das Virus umgibt. Ein einfaches Beispiel soll die darin liegende Gefährlichkeit verdeutlichen:
  • Eine Grippewelle, ausgelöst durch einen Influenza-A-Virus, wurde erfolgreich eingedämmt. Influenzaviren, die nicht vollständig abgetötet wurden, speichern die gewonnenen Informationen über eingesetzte Wirkstoffe. Es kommt zu einer Mutation: sie beginnen nun ihre äußere Hülle so anzupassen, dass dieser Wirkstoff unwirksam wird. Das bedeutet, dass sich ein neuer Subtyp bildet, für den wieder neue Medikamente gefunden werden müssen. Kommt es zu einer Folgeinfektion mit diesem Untertypen, ist der Betroffene also nicht immun.

Influenza A

  • Erreger der Influenza A gelten als besonders gefährlich. Sie können weltweite Epidemien auslösen, da sie neue Subtypen bilden können.
  • Man nennt diese Besonderheit Antigendrift, d.h., dass sich die Antigene auf der äußeren Hülle so rasch ändern können, dass Wirkstoffe unwirksam werden.
  • Nur die Influenza-A-Viren können derartige Subtypen bilden.
  • Eine weitere Möglichkeit ihre Erscheinung zu variieren liegt im Antigenshift: bei der Doppelinfektion einer Zelle mit zwei verschiedenen Untertypen kommt es zur Vermischung der Erbinformation. Dadurch entsteht eine neue Unterart.
  • Zu den bekanntesten Erregern zählen der H1N1- ("Schweinegrippe"), H7N7- ("Vogelgrippe")und H3N2- (" Hongkong-Grippe")Erreger. Es sind weitere 20 Subtypen bekannt. Die namensgebenden H und N stehen für die Antigebeschaffenheit der Hülle.
  • Da die Influenza-A-Viren auch für andere Wirte neben Menschen pathogen sind, finden Grippeformen wie die Schweinegrippe ihren Ursprung im Tierreich. Kommt es zu einer entsprechenden Mutation, kann der Virus auf Menschen übergehen.
  • Es bedingt allerdings in einem nächsten Schritt einer weiteren genetischen Veränderung des Erregers um eine Übertragung von Mensch zu Mensch zu ermöglichen.

 

Influenza B

  • Die Influenza B tritt sporadisch auf und löst nur selten Epidemien aus.
  • Grund dafür ist, dass die Influenza-B-Viren nicht so stark wandelbar bzw. mutationsfreudig sind. Es gibt keine Subtypen.

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