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Klinische Chemie Blutbild - Wie deutet man die Werte?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Um bei gesundheitlichen Beschwerden ein ganzheitliches Bild des Patienten zu erhalten, wird auf die

Um bei gesundheitlichen Beschwerden ein ganzheitliches Bild des Patienten zu erhalten, wird auf die Erstellung von Blutbildern zurückgegriffen. Hierfür bildet das Klinische Chemie Blutbild die Grundlage, das in Form eines großen oder kleinen Blutbilds erstellt wird. Zur Diagnose eines Krankheitsbildes oder zur Überprüfung des Gesundheitszustandes liefert das Klinische Chemie Blutbild Parameter, die auf Abweichungen zu den Normalwerten überprüft werden.

  • Blutbilder geben jeweils punktuelle Blutwerte wider, die verfälscht werden können, wenn der Patient einige Verhaltensregeln vor Entnahme des Blutes nicht beachtet.
  • Grundsätzlich gilt, dass vor Blutentnahme mindestens 12 Stunden keine Nahrungsaufnahme mehr erfolgen darf. Weiterhin ist auf den Genuss von Nikotin und Koffein zu verzichten, da hierdurch die Werte verändert werden können.
  • Gleiches gilt für die Einnahme von Medikamenten – sollten diese aus gesundheitlichen Gründen erforderlich sein, ist der Arzt hierüber vor der Blutentnahme zu informieren.
    Eine Selbstdiagnose anhand der von dem Labor erhaltenen Werte ist mir Vorsicht zu genießen.
  • Zwar können diese Auskunft darüber geben, ob sich das Blutbild im normalen Rahmen befindet, bei hohen Abweichungen ist jedoch immer die Bewertung eines Arztes einzuholen.

Wichtige Hinweise

Das Klinische Chemie Blutbild klein und groß

  • Zur Erstellung eines kleinen Blutbilds werden folgende Bestandteile des Blutes überprüft
  • Anzahl der Blutzellen: Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) und der Blutblättchen (Thrombozyten)
  • Anteil der Blutzellen im Blut insgesamt (Hämatokrit)
  • Menge des Blutfarbstoffs (Hämoglobin)
  • Im Rahmen des großen Blutbilds werden zudem die Unterarten an weißen Blutkörperchen überprüft (Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten).

 

Die Blutwerte werden in der Regel im Labor automatisiert ausgelesen und ausgedruckt. Der Aufbau des Untersuchungsergebnisses gestaltet sich in der Regel folgendermaßen:

  • In der linken Spalte werden die Parameter aufgelistet, die im Blutbild gemessen wurden, so beispielsweise die Anzahl der Erythrozyten oder der Leukozyten.
  • Rechts daneben wird der über das Blut ermittelte Wert des Patienten angegeben (in der Regel wird dieser als Ergebnis oder Auswertung bezeichnet). Liegt dieser über dem Normalwert, so wird dieser mit einem Pluszeichen gekennzeichnet, liegt er darunter, mit einem Minuszeichen.
  • Weiter rechts befindet sich der Normalwert eines gesunden erwachsenen Menschen. Dieser wird entweder mit einer Spanne von-bis bezeichnet (Bsp. 60–77) oder es wird angegeben, unter welchem Wert dieser liegen sollte.
  • Ganz rechts wird die Maßeinheit angegeben (Bsp. Tsd./µl).

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