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Krankheit als Kündigungsgrund? - So sieht's aus

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Ist Krankschreibung ein kündigungsgrund, wir informieren über die rechliche Lage und das Immunsystem

Steht eine Kündigung aufgrund von Krankheit bevor? Hohe Anforderungen und alltagsbedingter Stress schwächen das Immunsystem und machen den Körper Anfälliger für Krankheiten. Dies hat natürlich zur Folge, dass man sich auch mal arbeitsunfähig fühlt.

  • Sollte der Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank sein, steigern sich diese Kosten noch um die Beträge, die für die Mehrarbeit der Kollegen anfällt (beispielsweise Überstunden).
  • Treten die Fehlzeiten in großer Häufung auf, so wird der Betriebsablauf erheblich gestört und der Arbeitgeber erhält eine Handhabe zur Prüfung dessen, ob eine krankheitsbedingte Kündigung zu rechtfertigen wäre.

  • Einen Computer
  • Notfalls einen Anwalt
  • Etwas Zeit um sich mit der rechtlichen Materie auseinanderzusetzen

Krankheit und Kündigung

  • Auch wenn der weitverbreitete Irrglaube, dass man aufgrund oder während einer Krankheit, nicht gekündigt werden kann, so nicht stimmt, so muss doch niemand befürchten, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, nur weil er mal krank ist. Um Missbrauch einen Riegel vorzuschieben, hat der Gesetzgeber für krankheitsbedingte Kündigungen strenge Regeln aufgestellt. Laut Kündigungsschutzgesetz muss der Arbeitgeber für jede Kündigung einen vernünftigen Grund angeben können.
  • Gründe für eine krankheitsbedingte Kündigung
  • Laut Definition kann ein Arbeitnehmer ordentlich gekündigt werden, wenn er bedingt durch seine Krankheit, den Arbeitsvertrag in der Zukunft nicht mehr erfüllen kann. Das bedeutet beispielsweise, wenn die wieder Erlangung der Arbeitsfähigkeit nicht abzusehen ist oder aber nur noch in eingeschränktem Maße die vertraglich vereinbarte Leistung erbracht werden kann.
  • Jedoch können auch allzu häufig auftretende Kurzerkrankungen durchaus zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Gerade Kurzzeiterkrankungen belasten die Betriebe ganz besonders. Nicht nur die Aufgaben des kranken Mitarbeiters müssen von anderen übernommen werden, was einen erheblichen Aufwand an Organisation erfordert, die Kosten für die Lohnfortzahlung bei nicht erbrachter Leistung schlagen zu Buche.
  • Allerdings ist es egal, ob Fehlzeiten wegen beispielsweise eines Unfalls entstehen, oder Sie wegen eines schwachen Immunsystems ab und zu mal nicht arbeitsfähig sind. Die Beweislast, dass eine sogenannte negative Prognose besteht oder aber zu hohe betriebliche Belastungen zu erwarten sind, liegt immer beim Arbeitgeber.

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