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Kurzsichtigkeit - Erklärung und Behandlungsmöglichkeiten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Über 40 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille.
Das ist bereits jeder Dritte. 28 Prozent davon brauchen nur gelegentlich eine Brille zum Lesen. Frauen tragen zudem häufiger eine Brille als Männer. Rund fünf Prozent der Menschen mit Sehschwäche greifen auf Kontaktlinsen zurück.

  • Kurzsichtige Menschen können weit entfernte Dinge nicht klar erkennen. Dinge, die sich in der Nähe befinden, sehen sie dagegen klar und deutlich. Bei Kurzsichtigkeit ist der Augapfel zu lang.
  • Dadurch treffen sich die Lichtstrahlen nicht auf der Netzhaut sondern davor. Das Bild im Gehirn erscheint dadurch unscharf. Die Kurzsichtigkeit wird in Dioptrien gemessen.
  • Die Dioptrienwerte liegen bei Kurzsichtigkeit selten unter -6dpt. Kurzsichtigkeit ist angeboren. Sie entwickelt sich meist kurz vor der Pubertät und steigert sich bis zum 25. Lebensjahr. Durch Bildschirmarbeit kann sich die Kurzsichtigkeit auch im höheren Alter verschlechtern.

Kurzsichtigkeit - Die Behandlungsmöglichkeiten

Kontaktlinsen und Brille:
Kurzsichtigkeit kann mit einer Brille und durch das Tragen von Kontaktlinsen behoben werden. Brillen gibt es in vielen unterschiedlichen Farben und Formen. Neben topaktuellen Trendmodellen bevorzugen Brillenträger auch klassische Formen. Eine Brille schont das Auge mehr als Kontaktlinsen. Diese sitzen direkt auf dem Augapfel. Bei unsachgemäßer Handhabung können sich auf Kontaktlinsen Bakterien und Keime einnisten. Eine tägliche Reinigung der Linsen und eine sterile Handhabung sind daher sehr wichtig. Weiche Kontaktlinsen haften besser am Auge als harte Kontaktlinsen. Diese können bei einem Mangel an Tränenflüssigkeit schon mal aus dem Auge herausfallen. In Filmszenen kriechen dann Kontaktlinsenträger auf der Suche nach der verloren gegangenen Kontaktlinse auf dem Fußboden umher.

Eine weitere Möglichkeit zur Behandlung der Sehschwäche ist eine Laser-OP am Auge. Schritte der sogenannten Lasik Operation sind:

  1. Das Auge wird mit Augentropfen betäubt. Lidsperrer halten das Auge während der OP offen.
  2. Durch einen Saugring wird das Auge fixiert.
  3. Mittels eines Mikrokeratoms (Schneidwerkzeug) wird ein Streifen Hornhaut nach oben weggeklappt.
  4. Mit dem Laser werden tiefer liegende Hornhautschichten bearbeitet.
  5. Zuletzt wird das weggeklappte Hornhautstück zurückgeklappt. Es verwächst von selbst mit dem umliegenden Gewebe.
  6. Nachwirkungen sind gerötete Augen, Juckreiz und Schmerzen innerhalb von 1-2 Tagen nach der OP. Nach Abklingen der Symptome können die Patienten wieder dauerhaft ohne Brille scharf sehen.


Eine Operation kostet zwischen 1300 Euro und 2500 Euro pro Auge. Die Krankenkassen beteiligen sich in den meisten Fällen nicht an den Kosten. Liegt die Kurzsichtigkeit unter -5dpt ist eine Verschlechterung des Sehverhaltens während der Dunkelheit möglich. Wenn durch die Lasik Operation die Sehschwäche nicht komplett beseitigt wurde, dann ist jederzeit eine Korrektur möglich.

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