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Laborwerte zum Blut: Gängige Abkürzungen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Bei akuten und chronischen Beschwerden stellt das menschliche Blut ein genaues Diagnosebild dar.
Die enthaltenden Bestandteile bieten wertvolle Informationen für ein genaues Krankheitsbild. Eine Blutabnahme erfolgt durch das Anzapfen einer Vene und wird anschließend mit einem Gerinnungshemmer behandelt. Die Auswertung erfolgt in einem Labor und wird mit gängigen Abkürzungen aufgezeichnet.

Folgende Abkürzungen sind bei Laborwerte vertreten:

ERY (Erythrozyten)

  • Es handelt sich hier um den Bestandteil von roten Blutkörperchen. Sie transportieren Sauerstoff im Körper. Ein zu niedriger oder hoher Wert kann vielfältige Ursachen haben.

HAEK (Hämatokrit)

  • Hier geht es um Bestandteile am Gesamtblut. Ein erhöhter Wert deutet auf sehr zähflüssiges Blut hin.

HB oder HGB (Hämoglobin)

  • Dies ist ein roter Blutfarbstoff. Fallen die Werte zu niedrig aus, kann ein Eisenmangel vorliegen. Aber auch eine Blutbildungstörung oder ein Blutverlust kann die Ursache sein.

MCH (Mittleres corpuskuläres Hämoglobin)

  • Die Werte dienen zur Anämieabklärung

LEUK (Leukozyten)

  • Leukozyten sind weiße Blutkörperchen. Ein hoher Wert deutet auf Krankheitserreger im Blut hin.

RETI (Retikulozyten)

  • Diese Werte dienen als Vorstufe für die roten Blutkörperchen

INR (International Normalized Ratio)

  • Hierbei handelt es sich um den Blutgerinnungswert

BZ (Blutzucker)

  • Dient zu Bestimmung des Blutzuckerwertes (Glukose)

 

Verhaltensregeln bei einer Blutentnahme

Damit bei einer Blutentnahme keine verfälschten Laborwerte bestimmt werden, müssen einige Verhaltensregeln eingehalten werden. Dazu sollte der Patient etwa 12 Stunden vorher keine Nahrung zu sich nehmen. Bei der Entnahme sollte er also "nüchtern" sein. Dazu muss auch auf Koffein und Nikotin verzichtet werden.

Blutkörperchen

Wird bei einer Blutuntersuchung eine hohe Anzahl von weißen Blutkörperchen nachgewiesen, liegt eine akute Infektion vor und der Körper "kämpft" gerade gegen Schädlinge an. Um ein noch besseres Diagnosebild zu bekommen, wird in den meisten Fällen noch eine ergänzende Untersuchung vorgenommen.

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