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Leberwerte normal? - Das sind übliche Leberwerte

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Der turnusmäßige und alljährliche Check beim Hausarzt offenbart vielfach das Dilemma!

Der turnusmäßige und alljährliche Check beim Hausarzt offenbart vielfach das Dilemma und bringt es an den Tag - von normalen Leberwerten ist man weit entfernt. Die Entgiftungs- und Stoffwechselzentrale unseres Körpers, die Leber, funktioniert nicht mehr einwandfrei, und die Leberwerte sind deutlich erhöht. Was nun tun? Ist der erste Schock überwunden, kommt die Einsicht, sich ab sofort nur noch gesund zu ernähren. Aber wie entstehen erhöhte Leberwerte, wie können sie wieder auf einen normalen Stand gebracht werden und in welchem Bereich liegen normale Leberwerte? Viele Fragen zu einem Thema, welches eine sehr wichtige Rolle spielt und die an dieser Stelle einmal näher betrachtet werden sollen.

  • Die normalen Leberwerte von Frauen und Männern unterscheiden sich erheblich, wobei es einen Spielraum gibt, der als normal eingestuft wird. Wenn die Leber Schaden genommen hat, ist als Erstes ein Enzym mit dem Namen GGT oder Gamma GT erhöht. Als normal gilt bei Frauen ein Wert von unter 39 U/I. Bei Männern ist dieser Wert mit 66 U/I höher angesiedelt.
  • Auch GOT und GPT sind Enzyme, die darauf verweisen, dass die Leber nicht mehr wie gewohnt ihre Tätigkeit verrichtet. Diese Enzyme sind erhöht, wenn die Leberzellen in großer Zahl abgebaut werden. Hier liegt der normale Wert bei Männern zwischen 10 bis 50 U/I, bei Frauen etwas niedriger bei 10 bis 35 U/I.

Facts und Infos zu normalen Leberwerten

Absterben von Leberzellen:

  • Die Erhöhung dieser Werte deutet auf ein Absterben von Leberzellen hin, und es ist höchste Alarmstufe angesagt, um entgegenzuwirken. Ein ungesunder Lebenswandel und damit verbundener Alkoholgenuss können auf die Ursache hindeuten.
  • Aber auch eine Hepatitis oder im schlimmsten Fall Leberkrebs wären denkbar. In diesem Fall ist natürlich der Haus- oder Facharzt der richtige Ansprechpartner.


Lebensstil und Selbsthilfe:

  • Wenn das persönliche Resümee allerdings ergibt, dass es in den vergangenen Monaten zuviel des Guten an alkoholischen Getränken war und die Leber streikt, kann man den Startschuss zum "Selbsthilfeprogramm" geben. In der Regel regeneriert sich die Leber in wenigen Monaten selbständig, wenn sie entlastet wird.
  • Eine Abstinenz ist in diesem Fall ein sinnvoller Schritt und ermöglicht wieder normale Leberwerte. Dabei kann es durchaus dienlich sein, sich der Mittel aus Naturmedizin und Naturheilkunde zu bedienen. Hier sind besonders Bitterpflanzen zu empfehlen, durch deren Verzehr die Leberfunktion maßgeblich gestärkt wird.
  • In diesem Zusammenhang sei besonders auf die Artischocke verwiesen, welche die Produktion von Gallenflüssigkeit erhöht und damit einen Gallenstau verhindert. Auch Präparate aus der Mariendistel können, als Kur verabreicht, Besserung bringen. Besonders bei einer bereits angegriffenen Leber, wird der Mariendistel heilende Wirkung zugeschrieben.
  • Zur Vorbeugung kann eine zweimal jährlich selbst verordnete Kur von vier Wochen mit Präparaten aus der Mariendistel sehr hilfreich sein. Liegt bereits eine Erhöhung der Leberwerte vor, sollte die Tagesdosis an Mariendistelpräparaten 280 mg Silymarin nicht überschreiten.


Kontrolle und Schutz:

  • Alles in allem ist aber eine vernünftige Vorsorge der Weg in die richtige Richtung, und eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte schützt vor unliebsamen Überraschungen.
  • Unter diesen Voraussetzungen ist auch gegen ein kühles Blondes oder einen leckeren Burgunder nichts einzuwenden und bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker...

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