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Magen kleiner nach Diät - Stimmt das wirklich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Um langfristig und wirklich dauerhaft abzunehmen ist es unvermeidbar...

Um langfristig und wirklich dauerhaft abzunehmen ist es unvermeidbar, das Magenvolumen zu reduzieren. Um den Magen zu verkleinern, gibt es 2 verschiedene Ansatzpunkte: Eine „normale“ Diät und eine Magen-Operation. 

  • Es gibt verschiedene Operationsvarianten, die den Magen verkleinern sollen. Ebenso ist der Magen kleiner nach einer Diät, die auf kleinere Nahrungsmengen setzt und so darauf abzielt, dass sich das Fassungsvermögen des Magen-Muskels zurückbildet. Denn ein großer Magen ist vergleichbar mit einer systematischen Überdehnung eines Muskels.

Operationen, die den Magen verkleinern

  • Magen-Bypass: Beim Magen-Bypass wird der Magen in einen kleinen und einen großen Magen geteilt. Der große Magen wird – salopp gesagt – durch die Operation stillgelegt, der kleine Magen mit konsequenterweise weniger Fassungsvermögen übernimmt die gesamte Aufgabe der Nahrungsverwertung. Zusätzlich wird ein Teil des Dünndarms „stillgelegt“, sodass die Nahrung schneller wieder ausgeschieden wird und der Körper nicht so lange Zeit hatte, sämtliche Stoffe der Nahrung zu absorbieren.
  • Magenband: Durch eine schlüsselloch-große Öffnung in der Bauchdecke wird ein elastisches Magenband um den Magen gebunden, das dazu führen soll, dass das Sättigungsgefühl schneller eintritt, da die Nahrung in die abgebundene erste Hälfte des Magens gelangt und dort schnell ein „satt“ an das Hirn sendet. Durch eine kleine Öffnung aber kann die Nahrung in den restlichen Magen gelangen, um dort verdaut zu werden und weiter in den Darm geleitet zu werden. Der Magen wird sozusagen separiert.
  • Magenschrittmacher: Unter die Haut wird ein sogenannter Magenschrittmacher implantiert, der elektrische Impulse an den Magen sendet und dort mittels Elektroden ein Sättigungsgefühl erzeugt. Vorwiegend wird der Magenschrittmacher bei Diabetikern eingesetzt, da die Gewichtsreduktion – vergleichbar mit den anderen Varianten – langsamer verläuft und vorwiegend medizinischen Zweck verfolgt.


Der Magen wird kleiner nach einer Diät

  • Dass der Magen kleiner nach einer Diät ist, klingt logisch, wenn man sich klar macht, dass zu große Mengen an Nahrung eine Überdehnung des Magens nach sich ziehen. Wer also zu viel isst, trainiert seinem Magen eine größere Kapazität an – die gefüllt werden will. Das Sättigungsgefühl wird systematisch hinausgezögert, die Menschen haben immer später das Gefühl, genug gegessen zu haben.
  • Wie so oft gilt auch bei der Diät die Devise: „the simpler, the besser“. So ist an oft gepredigten Weisheiten wie „Friss die Hälfte“ tatsächlich oft etwas dran! Radikaldiäten führen im Regelfall oftmals nur zum gefürchteten Jojo-Effekt, da man sich nach so langer Enthaltsamkeit „ja nun endlich mal wieder etwas gönnen“ kann. 
  • Doch Radikal-Kuren funktionieren etwas anders als vermutet: Der Magen denkt – evolutionär bedingt – „oh, keine Nahrung mehr“ und stellt die Verbrennung so stark wie möglich ein, um Reserven für die kommende „harte Zeit“ zu sparen. Statt Pfunde zu verlieren spart der Organismus stattdessen, wo er kann und lässt möglichst viele Polster unangetastet – für die erwartete Dürreperiode.
  • Reduziert man die Nahrungsmenge aber nur so viel, dass der Magen alles verwerten, aber nichts anlegen kann, dennoch aber nicht auf „Not-Situation“ schaltet, erzielt man die langfristigsten Abnehm-Erfolge. Denn oftmals ist es so, dass die Hälfte tatsächlich ausreicht. 
  • Denn Hunger und Hungergefühl sind nicht äquivalent – der Magen und insbesondere dass genuss-freudige Hirn gaukeln oft Hunger vor, wo keiner ist. Verzichtet man aber auf eine unnötig große Menge an Nahrung, wird der Magen nicht überdehnt sondern behält seine (ausreichende) Größe bei beziehungsweise stellt sie nach einer FDH-Diät wieder her. 
  • Den Magen verkleinern nach einer Diät – tatsächlich möglich. Der Elastizität des Muskels sei Dank!

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