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Magen verkleinern? - Das ist zu beachten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:09
Das leidige Thema Übergewicht.

Wer hatte eigentlich nicht schon mal in seinem Leben ein paar Kilos zu viel? Die meisten Menschen kämpfen nicht nur nach den Feiertagen mit der Zunahme lästiger Pfunde, nein, die Waage scheint im Laufe der Zeit nicht weniger, sondern meist immer mehr anzeigen zu wollen. Schon ist es passiert und Du landest in der Kategorie Übergewicht, eine Bezeichnung, die zunächst nicht besonders schlimm klingt. Der Begriff Adipositas klingt auch noch akzeptabel, aber das Wort Fettleibigkeit lässt vermuten, dass es sich um ein sehr unästhetisches Problem handeln muss. Ob Du nun dünn oder dick lebst liegt in Deinem persönlichen Ermessen, leider sind chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus, Arthrose, Angina pectoris oder Herzinfarkte trotz allem die Folge. Den Magen kleiner machen lohnt sich also: Du siehst nicht nur schlanker und attraktiver aus, sondern lebst auch länger.

  • Wer den Magen verkleinern lassen möchte, dem stehen eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung.
  • Die meisten werden operativ durchgeführt.
  • Zur Info gibt es hier einen ausführlichen Überblick über die Verfahren, wenn der Entschluss fest steht, sich den Magen kleiner machen zu lassen.

Magen verkleinern - Die Möglichkeiten

  1. Magenballon
  2. Das Ballonverfahren kann ohne operativen Eingriff durchgeführt werden. Der Magenballon wird durch Mund und Speiseröhre bis zum Magen geführt. Anschließend wir der Ballon mit einer Lösung aufgefüllt. Der Platz für die Nahrung wird somit verkleinert. Leider muss der Magenballon bereits nach 6 Monaten entfernt werden, weil er sonst, nicht die Person, im wahrsten Sinne des Wortes platzen würde.
  3. Magenband
  4. Das Magenband wird benutzt, um den Magen zu verengen. Das Futtern übergroßer Portionen Essen wird verhindert. Dies führt logischerweise zu einer Gewichtsreduktion.
  5. Schlauchmagen
  6. Hierbei wird ein Stück des Magens operativ entfernt. An dessen Stelle wird ein Schlauch eingebaut, der dann den neuen, sehr viel kleineren Magen darstellt.
  7. Gastroplastiken
  8. Die Gastroplastik bildet vor dem eigenen Magen eine Art Vormagen, wodurch beim Essen das Sättigungsgefühl schneller einsetzt.
  9. Magenbypass
  10. Auch beim Bypass wird ein Vormagen gebildet, an dem zusätzlich eine Dünndarmschlinge befestigt wird. Weil das Essen dadurch nicht durch den gesamten Dünndarm wandert, können weniger Kalorien aufgenommen werden.
  11. Magenschrittmacher
  12. Der Magenschrittmacher wird in die Magenwand eingebaut. Er stimuliert den Magen, wodurch dieser zum Zusammenziehen bestärkt wird, was wiederum das Gefühl auslöst, Du seist vollgefuttert.


Der Magen schrumpft und dann?

  • Zunächst die positive Nachricht: der Erfahrung nach nehmen die meisten Patienten in nur einem Jahr ungefähr 16% des Körpergewichts ab. In Zahlen gesprochen purzeln bei einem Eigengewicht von 160 kg bis zu 52 Pfunde von der Waage. Leider wird immer wieder erwähnt, dass Du Dich auch nach einer Magen-OP an einen strengen Ernährungsplan halten musst. Auch ausreichend Bewegung wird gern gesehen.
  • Diese beiden Aspekte sind Voraussetzung für eine dauerhafte Gewichtsreduktion und zur Verhinderung des Jo-Jo-Effektes. Ist schon komisch, aber ein großer Unterschied zu normalen Diäten scheint dies nicht zu sein. Auch musst Du zusätzlich für Nahrungsergänzungen wie Vitamin B12 sorgen.
  • Anfangs kann es auch zu Übelkeit nach den Mahlzeiten kommen, weil es Deinem Körper ziemlich schwer fällt, das Essen in den Magen zu bekommen. Auch der Organismus muss sich daran gewöhnen, dass Du den Magen hast kleiner machen lassen. Er dankt es teilweise mit Sodbrennen oder unangenehmen Rücklauf von Magensäure.
  • Ein großes Problem sei zum Schluss noch genannt: überschüssige Hautlappen. Die Gewichtsabnahme erfolgt so schnell, dass die Haut sich nicht entsprechend anpassen kann.

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