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Malaria vorbeugen - Was kann man tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:19
Eine weitere lebensbedrohliche Komplikation ist der Blutdruckabfall bis zum Schock.

Trekking in Nepal, Besteigen des Kilimanjaro in Tansania, Badeurlaub in Kenia, ist das auch Dein Traum? Dann nichts wie los, aber nicht ohne Dir vorher ein paar Gedanken über Deine Gesundheit zu machen. Denn Malaria vorbeugen ist nicht selbstverständlich. Die WHO schätzt die Zahl der Malariaerkrankungen weltweit auf ca. 250 Millionen pro Jahr. Davon verlaufen ca. eine Million Fälle tödlich. Die Malaria wird durch Anophelesmücken übertragen und durch Plasmodien (einzellige Parasiten) verursacht. Das Leitsymptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen. Malaria tropica ist die gefährlichste Form und hat eine Inkubationszeit von ca. sieben Tagen, die aber auch viel länger sein kann. Also denke nach einem Tropenaufenthalt immer auch an Malaria, falls Du Fieber bekommst! Denn in Deutschland ist diese Krankheit hauptsächlich so gefährlich, da sie aufgrund von mangelnder Information des behandelnden Arztes unter Umständen übersehen wird. Malaria tropica führt im fortgeschrittenen Zustand schnell zu zerebraler Malaria (Befall des Gehirnes) mit Bewusstseinseintrübung. Auch eine Beeinträchtigung von einzelnen Organen, wie zum Beispiel der Nieren, kann auftreten. Eine weitere lebensbedrohliche Komplikation ist der Blutdruckabfall bis zum Schock.

  • Behandelt man aber entsprechend, wird in der Regel die vollständige Heilung erreicht. Die beiden anderen Formen der Malaria (M.tertiana und M. quartana) haben längere Inkubationszeiten.
  • Spätere Rückfälle kommen bei diesen beiden Formen vor, wenn sie nicht ausreichend behandelt wurden. Tödlich enden sie dafür nur selten.
  • Malaria wird am besten in der akuten Phase der Erkrankung labormedizinisch diagnostiziert.
  •  Dies geschieht durch die Blutuntersuchung unter dem Mikroskop („dicker Tropfen“), oder durch einen Antikörperschnelltest.

Hilfreiche Tipps

  • Expositionsprophylaxe bedeutet für Dich konsequenter Mückenschutz, besonders in der Dämmerung und in der Nacht durch:
  • helle Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen, ggf. Socken
  • das Auftragen von Moskitosprays
  • das Schlafen unter einem Moskitonetz
  •  ggf. Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit Ventilator oder Klimaanlage
  • die Anwendung von insektiziden Mitteln in Form von Aerosolen oder Kerzen
  • Malaria vorbeugen mit einer Chemoprophylaxe ist eine weitere Möglichkeit. Je nach Form der Malaria und Resistenzlage des Reiselandes wird Dir ein Reisemediziner oder ein Tropeninstitut das richtige Medikament verschreiben.
  • Dies kann generell eingenommen werden oder als Stand-by-Prophylaxe erst im Bedarfsfall eingesetzt werden.
  • Eine Impfung gegen Malaria ist derzeit noch nicht auf dem Markt.
  • Es laufen aber klinische Studien und geben berechtigte Hoffnung darauf, dass in der nahen Zukunft eine Immunisierung möglich sein wird.
  • Malaria vorbeugen bedeutet auch, Dich zu informieren, ob es in Deinem Reiseland diese Krankheit gibt! Denn man sagt nicht umsonst „Better safe than sorry!“. Gute Reise!

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