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Masern - Anzeichen und Ansteckung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Masern gehören wie die Röteln zu den Kinderkrankheiten. Jedoch heißt dies nicht, dass die Erkrankung ungefährlich ist.

Masern gehören wie die Röteln zu den Kinderkrankheiten. Jedoch heißt dies nicht, dass die Erkrankung ungefährlich ist. Auch leidet nicht jedes Kind an der Krankheit. Hier erfährst Du, was die Anzeichen sind und wie Du dein Kind vor einer Ansteckung schützen kannst.

Typische Anzeichen

  • Als erstes kommt es zu grippeähnlichen Symptomen. Dazu gehören hohes Fieber, Schnupfen und Husten. Die Augen des Kindes reagieren dabei sehr empfindlich auf Licht, sodass eine Bindehautentzündung folgt.
  • Zudem kommt es auf der Mundschleimhaut zu weißen Flecken, die einen roten Rand besitzen. Die Flecken, auch kopliksche Flecken genannt, befinden sich dabei auf der der Höhe der Backenzähne.
  • Ungefähr vier Tage nach diesen Anzeichen folgt der Hautausschlag, der für die Erkrankung typisch ist. In der Regel tritt er als erstes an den Ohren, am Hals und im Gesicht auf. Danach breitet sich der Ausschlag über den gesamten Körper aus. Die Flecken weisen dabei oftmals ein kleines Bläschen in der Mitte auf. 
  • Nach weiteren vier bis sieben Tagen schwellt der Ausschlag ab. Diese Kinderkrankheit schwächt das Immunsystem des Kindes für einige Wochen. Daher sollte sich das Kind auch nach der Krankheit noch ausreichend schonen. Ein bis zwei Wochen nach der Krankheit kann das Kind wieder in die Schule oder in den Kindergarten gehen.

Ansteckung der Krankheit

  • Bei der Kinderkrankheit handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche hoch ansteckend ist. Die Ansteckung erfolgt dabei durch die Tröpfcheninfektion. Solltest Du den Verdacht haben, dass dein Kind an der Krankheit leidet, so solltest Du umgehend einen Kinderarzt kontaktieren. Wichtig ist, dass Du die Praxis im Vorfeld über den Verdacht in Kenntnis setzt. Für nicht geimpfte Babys und Kleinkinder ist die Krankheit sehr gefährlich. Die Ansteckung kann sehr schnell und unvorhergesehen geschehen. Nicht ohne Grund muss die Krankheit gemeldet werden.
  • Andere Kinder und Babys, welche nicht geimpft sind, können sich ein bis zwei Tage vor Ausbruch der ersten Symptome und bis zu vier Tage nach dem ersten Auftreten des Ausschlags anstecken.

Die Impfung gegen Masern

  • Wer die Krankheit einmal hatte, ist für den Rest des Lebens immun gegen sie. Im Kleinkindalter wird heute empfohlen, dass das Kind mit einer zweifachen Impfung vor der Krankheit geschützt wird. Die erste Impfung wird in der Regel zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat vorgenommen. Die zweite Impfung folgt dabei zwischen dem 15. und 23. Monat. Oftmals werden Masern mit Mumps und Röteln in einer Dreifachimpfung geimpft.

Komplikationen und mögliche Spätfolgen

  • Bei zehn bis 20 Prozent der Erkrankten kommt es zu Komplikationen. Je älter eine erkrankte Person ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Krankheitsverlauf schwieriger ausfallen wird. Am häufigsten treten Mittelohr- und Lungenentzündungen auf. Im schlimmsten Fall kann es auch zu einer Gehirnhautentzündung kommen.
  • Die sklerosierende Panenzephalitis - SSPE - ist die schlimmste Art der Masernkomplikation. Sie tritt jedoch erst Jahre nach der Erkrankung auf und endet dabei immer tödlich. Bei der sklerosierende Panenzephalitis sammeln sich die Erreger während der Erkrankung im Gehirn an. Sie vermehren sich über die Jahre und zerstören dabei der Nervengewebe. Kinder, welche als Säuglinge mit der Krankheit in Verbindung gekommen sind, haben ein erhöhtes Risiko, an der sklerosierende Panenzephalitis zu erkranken.

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