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Letztes Update am 11.03.2015, 15:51
Kurze und einfache Wege zur medizinischen Behandlung sind in vieler Hinsicht von Vorteil.

Im Krankheitsfall schätzen die Patienten die Zuverlässigkeit und Nähe von niedergelassenen Ärzten. Umständliche und weite Wege sind bei Beschwerden oft nicht zumutbar. Unerträgliche Kopfschmerzen, unangenehme Symptome eines grippalen Infektes oder Kraftlosigkeit –Für Personen, die an diesen oder anderen gesundheitlichen Beschwerden leiden, ist der Weg zum Arzt oft kaum zu schaffen und enorm kräfteraubend. Durch ihre unmittelbare Nähe sind Allgemeinmediziner hierzulande besonders beliebt.

Zufrieden mit Versorgung

42 Prozent der Österreicher bezeichnen laut einer Studie von ecoquest Market Research & Consulting die medizinische Versorgung durch die Hausärzte in ihrem Wohngebiet als vollkommen ausreichend. Vor allem im städtischen Bereich fühlen sich die Patienten durch die einfache Erreichbarkeit der Arztpraxen gut versorgt. Mit den Leistungen ihres niedergelassenen Arztes sind 76 Prozent sehr und weitere 20 Prozent eher zufrieden. Speziell den Fokus auf die individuelle Krankengeschichte der betroffenen Personen und die Abkehr von Routineuntersuchungen im Minutentakt, wissen Patienten zu schätzen.

Unweit und unkompliziert

Vor allem die kurzen Distanzen zum Hausarzt, der sich für gewöhnlich buchstäblich „um’s Eck“ der jeweiligen Patienten befindet, ist auch gesundheitlich von großer Bedeutung und zwar besonders für Männer: Diese leben zwar laut einem EU-Forschungsprojekt länger, sterben aber häufiger und früher an plötzlich auftretenden Erkrankungen wie Herzinfarkt und Co. Bei Beschwerden nehmen sie weniger häufig medizinische Behandlung in Anspruch – je weniger weit der Weg zum Arzt im Akutfall ist, desto eher nehmen die männlichen Patienten diesen auch auf sich und schonen damit ihre Gesundheit nachhaltig. Auch bei „kleineren Wehwehchen“, die das geschulte Auge mitunter als ernsthafte Beschwerde identifizieren könnte, lassen sich Patienten eher untersuchen, wenn Wege nicht besonders weit ausfallen. Je näher Ärzte den Erkrankten sind, desto umfassender ist auch ihr Service: „Wir sind rund um die Uhr für unsere Patienten da. Das gehört zum Job. Wenn jemand mit einer schweren Virusgrippe und 40 Grad Fieber im Bett liegt, braucht er oder sie auch am Sonntag Hilfe“, betont der oberösterreichische Hausarzt Wolfgang Ziegler.

Vorhandene medizinische Hilfe ist also nicht der alleinige Grundstein für gesundheitliche Besserung, denn zu aller erst muss der Schritt in Richtung Arztpraxis getan werden. Je kürzer dieser für die Patienten ist, desto weniger Kräfte werden im Krankheitsfall geraubt und desto eher wird dieser auch von sogenannten „Ärztemuffeln“ zurückgelegt.