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Mittel gegen Sonnenallergie - Was hilft?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:58
Ewig freut man sich auf den Sommer, den Urlaub und die ersten Tage am Strand.
Und dann das; Juckreiz, Quaddeln und Bläschen. Die nächsten wertvollen Urlaubstage müssen unter dem Sonnenschirm, im Schatten verbracht werden. Wem das bekannt vorkommt, der hat bestimmt auch schon oft den Begriff "Sonnenallergie" gehört. Doch eine eigentliche Allergie gegen die Sonne, steckt in den wenigsten Fällen hinter den störenden Symptomen. Eine wirkliche Sonnenallergie kommt äußerst selten vor und bezeichnet eine extreme Überempfindlichkeit gegen UV-Licht, bei der Betroffene oft kaum das Haus verlassen können. Wie kommt es aber zu den Pickeln und Bläschen, die bei starker Sonneneinstrahlung entstehen und wie können sie vermieden werden?

  • Raucher oder an Krankheiten leidende Personen sollten vor der Einnahme von Betacarotin mit Ihrem Arzt sprechen.

  1. Die am häufigst auftretende "Sonnenallergie" ist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose (PLD). Die Symptome, wie juckende Pickelchen und Pusteln, treten vor allem an Hautregionen auf, die noch nicht an die starke Sonneneinstrahlung gewöhnt sind. Also bevorzugt an den Armen, Beinen, Bauch und Rücken. Bisher sind die genauen Ursachen für diese Symptome noch unbekannt.
  2. Um die Symptome möglichst zu vermeiden, sollte die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnt werden. Die ersten Tage ist es daher vorteilhaft, sich überwiegend im Schatten aufzuhalten.
  3. Auch ein ausreichender Schutz der Haut durch Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und einem zusätzlichen Schutz gegen UVA-Strahlen ist sehr wichtig.
  4. Mehrere Wochen vor dem Urlaub bzw. der starken Sonneneinstrahlung sollte mit einer kurmäßigen Einnahme von Betacarotin, Calcium und Magnesium begonnen werden.
  5. Sind Sie wirklich stark betroffen, kann eine Lichtabhärtung beim Hautarzt in Erwägung gezogen werden. Bei der Lichtabhärtung wird die Haut regelmäßig mit einer festgelegten Menge UV-Strahlen bestrahlt. Auch diese Behandlung sollte mehrere Wochen im Voraus durchgeführt werden.
  6. Sehr bekannt ist die "Mallorca-Akne". Auch diese Form der "Sonnenallergie" führt zu einigen der benannten Symptome. Verantwortlich für die Entstehung der "Mallorca-Akne" sind die vom UV-Licht gebildeten Radikale, die mit fetthaltigen Inhaltsstoffen von Sonnencremes oder mit dem körpereigenen Hautfett reagieren. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion der Haarfollikel, die sich dann in Form von Pickeln äußert.
  7. Heute findet man bereits einige Sonnenschutzpräparate, die auf fettfreier Basis hergestellt werden. Für an "Mallorca-Akne" leidende Personen stellen diese Sonnenschutzmittel eine sinnvolle Alternative dar. Auch bei der Verwendung von After-Sun und Pflegepräparaten sollte auf eine fettfreie Zusammensetzung des Produkt geachtet werden.
  8. Auch bestimmte Stoffe, die in Kosmetikprodukten oder Arzneimitteln vorkommen, können allergische Reaktion auslösen. Falls Sie Medikamente einnehmen, ist ein Blick in die Packungsbeilage ratsam. Bei Kosmetikprodukten können besonders einige ätherische Öle für eine Überempfindlichkeit der Haut verantwortlich sein.
  9. Als Soforthilfe bei Juckreiz und Quaddeln werden kortisonhaltige Gels und kalte Umschläge empfohlen. In extremen Fällen sollte aber ein Arzt aufgesucht werden.

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