Foto: Shutterstock.com

Muntermacher Kaffee: Gesünder als sein Ruf

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Die Tasse Kaffee zum Muntermachen oder beim Plauschen in netter Gesellschaft möchte heute sehr viele Menschen nicht mehr missen.
Allerdings sind immer noch Meldungen im Umlauf, die vor dem angeblich gefährlichen Genussmittel warnen. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um Mythen, denn viele Studien haben zwischenzeitlich bewiesen, dass Kaffee, in Maßen genossen, sogar gesundheitsfördernd sein kann. 

Foto: Shutterstock.com

3>Kaffee weckt neue Energien

 

Die biologische Uhr ist dafür verantwortlich, dass wir uns am Morgen oder kurz nach dem Mittag müde fühlen. Dennoch müssen wir arbeiten, lernen, uns vielleicht sogar bei einem öffentlichen Auftritt konzentrieren.

 

Dies ist nur schwer möglich, wenn wir uns kraftlos fühlen. Die Tasse Kaffee weckt neue Energien. Der Grund dafür ist seine Wirkung auf das natürliche Stresshormon Adrenalin. Es bewirkt, dass wir wieder leistungsfähiger werden. Wir können den Alltag einfacher bewältigen und nebenbei können Kopfschmerzen und Verspannungen verschwinden. 

Kritische Stimmen behaupten allerdings das Gegenteil. Sie meinen, dass genau dieser Adrenalinanstieg für Nervosität, Unruhezustände und zu Blutdruckproblemen führen würde. Bei dieser Aussage handelt es sich aber um einen Mythos. Der Blutdruckanstieg nach dem Genuss einer Tasse Kaffee hält nur sehr kurzfristig an. Bei gesunden Menschen bewegen sich die Werte dennoch im normalen Bereich.
 

Kaffee kann vor Diabetes schützen

 


Ebenso gern behaupten Kritiker, dass das im Kaffee enthaltene Koffein den Blutzuckerspiegel durcheinanderbringe und somit Stoffwechselerkrankungen provozieren würde. Auch das stimmt nicht. Vielmehr verbessert der Inhaltsstoff Chlorogensäure den Zucker- und Insulinstoffwechsel, so dass der Entstehung des Diabetes-Typ-II vorgebeugt wird.
 

Kaffee beseitigt freie Radikale

 


Früher wurde dem Kaffeegenuss die Entstehung von Krebs nachgesagt. Begründet wurde dieser Verdacht mit den bei der Kaffeeröstung entstehenden Röststoffen. Diese Behauptung ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Um allerdings krank zu werden, müssten wir enorme Mengen an Kaffee zu uns nehmen. Die vom durchschnittlichen Kaffeetrinker verwendete Kaffeedosis reicht dabei nicht aus, um gesundheitliche Schäden herbeizuführen.

Der bereits angesprochene Inhaltsstoff Chlorogensäure hat hierbei aber sogar einen gegenteiligen Effekt. Er wirkt als Polyphenol und beseitigt im Körper vorhandene freie Radikale. Insofern beugt er der Entstehung von Krebs sogar vor. 

 

 

Die angemessene Kaffeemenge


Einige Personengruppen sollten mit dem Kaffeegenuss trotz der vielen positiven Effekte vorsichtig sein. Dazu zählen vor allem Schwangere sowie Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihnen ist anzuraten, mit dem behandelnden Arzt abzustimmen, wie viel Kaffee unbedenklich ist. Für Kinder ist Kaffee ungeeignet.

 

Wer Medikamente einnehmen muss, sollte den Arzt oder Apotheker befragen, ob der gleichzeitige Genuss von Kaffee sinnvoll oder eher kontraindiziert ist. Bei einigen Arzneimitteln wird hierdurch nämlich die Wirkung beeinträchtigt. Wer sich informiert, ist auf der sicheren Seite. 

Gesunde Erwachsene dürfen täglich bis zu 0,6 Liter Kaffee trinken, ohne negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit befürchten zu müssen. Dies entspricht 3 bis 4 Tassen. Dem Muntermacher Kaffee steht also bei gesunden Menschen nichts im Wege, zumindest wenn dieser in Maßen genossen wird. 
 

Kommentare