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Muskelverhärtung bei Schutzhaltung bekämpfen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Nicht genug, dass Sie Schulterschmerzen habe, nun verkrampfen sich auch noch die Muskeln …

Schulterschmerzen entstehen häufig durch eine Überbelastung im Sport oder einer verkrampften Stellung während der Arbeit oder am PC. Wenn Sie trotz Ruhephase und Entspannung über ein, zwei Tage noch immer Schmerzen haben sollten, dann müssen Sie darauf reagieren. Sie bekommen sogar Muskelverhärtungen, weil Sie eine bestimmt Schutzhaltung einnehmen, nur um diese Schulterschmerzen auszuhalten? - Hier ein paar wichtige Informationen und Tipps dazu.

  • Schulterschmerzen strahlen meist weit aus, in die Arme – häufig bis in die Fingerspitzen, oder übers Schulterblatt in den Nacken und häufig sogar noch weiter in den unteren Rückenbereich.
  • Durch die Störung der Durchblutung Ihrer Muskeln sind diese sehr druckempfindlich, die Nervenbahnen werden sogar häufig eingeklemmt, was sich in Taubheitsgefühlen oder sogar kurzzeitige Lähmungen äußert.
  • Wenn dieser Zustand schon eingetreten ist – oder kurz davor ist – dann empfehle ich den sofortigen Gang zum Arzt oder ins Krankenhaus. Dort wird man Ihnen entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente spritzen oder per Tropf zuführen.
  • Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie auf keinem Fall mehr selber was machen wollen!

Je nach Therapiewunsch dieser Muskelverhärtung benötigen Sie die folgenden Dinge:

  • Dreieckstuch zum Ruhigstellen des Armes
  • Rotlichtlampe, Fangopackung
  • Salben, Massageöl
  • Entzündungshemmende Medikamente (z.B. Cortison)
  • Schmerzlindernde Medikamente (Schmerzmittel)

Muskelverletzungen behandeln

  • Wärme, Wärme, Wärme – Dies ist auf jedem Fall das Wichtigste, wenn Sie eine Muskelverhärtung bekommen haben. Durch die Wärmeanwendung, z.B. durch Rotlicht oder Fango oder heiße Bäder wird die Durchblutung der Muskeln wieder angeregt und die Verhärtung wird weniger.
  • Im nächsten Schritt sollten sensible Massagen folgen, eher sogar nur ein leichtes Kneten der Muskeln. Zuviel des Guten könnte die Schmerzen verstärken.
  • Wenn Sie die Möglichkeit haben zu Ihrem Hausarzt zu gehen, dann bitten Sie ihn um eine Überweisung zur Krankengymnastik, Massage und / oder eventuell Reizstrom, damit die Muskeln gelockert und trainiert bzw. aufgebaut werden können, ohne dass sie überlastet werden.
  • Eine Kombination von allen drei Komponenten – Wärme, Massage, Bewegung – wäre das Beste gegen die Muskelverhärtung.
  • Medikamente können unterstützen: Muskelrelaxantien zur verstärkten Entspannung der Muskeln, entzündungshemmende Medikamente, wie z.B. Cortison und Schmerzmittel, damit die Verkrampfung nicht weiterhin durch Schmerzen ausgelöst wird.
  • Falls Ihre Muskelverhärtungen allerdings ihren Anfang in Stress, psychischen Problemen und anderen Erkrankungen nahmen, dann sind Sie bei einem Arzt oder im Krankenhaus besser aufgehoben.

Das A und O ist: Zu allererst müssen Sie die Grunderkrankung bekämpfen, erst danach die Symptome. 

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