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Narbensalbe - Hilft sie wirklich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Die Haut kann sich nach Verletzungen heilen aber nicht wieder nachbauen mit Poren, Haaren und Schweißdrüsen.
Das Gewebe, das sich bildet, ist von anderem Aussehen als die benachbarte Haut. Die Melanozyten, die für die Hautfarbe verantwortlich sind, fehlen.

 

Daher bleibt die Narbe nach vollständiger Verheilung weiß. Narbensalben sollen ein Verhärten der Narbe oder Wulstbildungen verhindert. Das endgültige Aussehen der Narbe ist abhängig von der Art und Schwere der Verletzung, die Versorgung der Wunde und die Narbenpflege. 

Heilungsvorgang der Haut

Versorgung der Narbe

Eine spezifische Narbensalbe soll nicht auf frische Wunden aufgetragen werden. Ein erster Schritt bei kleinen Verletzungen kann Wundheilsalbe sein, beispielsweise Zinksalbe. Zinksalbe vermindert den Wundschmerz erheblich, sogar bei einer Verbrühung oder leichten Verbrennung. Als Spurenelement zum Einnehmen und als Salbe ist Zink bekannt für seine Wirksamkeit bei Hautproblemen verschiedener Art und der Hautheilung. Großflächige Verletzungen sind ein Notfall und sollen im Krankenhaus erstversorgt werden. Wenn die Wunde sich schließt, nicht nässt und sichtbar anfängt zu heilen, kann schon ein paar Tage nach Entstehung der Narbe eine Narbensalbe leicht auf das Gewebe aufgetragen werden. Bei alten Narben wird die Salbe einmassiert. Die Versorgung soll mindestens sechs Monate andauern.

Keloide – Besonders lästige Narben 

Menschen mit dunklerer Haut neigen durch höhere Pigmentanzahl besonders zur Bildung von wulstigen Keloiden. Ausgeprägte Keloide können operativ entfernt werden.

 

Wie wirken Narbensalben?

  • Die Wirkstoffe der Salben sind sehr vielfältig. Zur Verfügung stehen schulmedizinische, kosmetische, anthroposophische und traditionell überlieferte Wirkstoffe zur Hautpflege. Hier ein kleiner Überblick:
  • Abschwellendes Zwiebelextrakt aus dem Saft der Küchenzwiebel soll die Bildung von Keloiden verhindern. Zwiebelsaft wird als Heilpflanze verwendet bei Wunden und Insektenstichen. Es wirkt unter anderem antibakteriell.
  • Heparin soll die Durchblutung von altem Narbengewebe anregen. Es ist ein anerkanntes Arzneimittel in der Thrombose-Therapie und stammt aus dem Darm vom Schwein.
  • Allantoin ist ein chemischer Stoff zur Pflege von rissiger Haut. Allantoin versorgt die Haut mit Feuchtigkeit.
  • Anthroposophische und pharmazeutische Mittel mit Calendula. Die sonnengelbe Ringelblume ist als Wirkstoff in Wundsalben so populär wie Zink. Pharmazeutisch wird sie zur Bildung von Gewebe bei Wunden, Ausschlägen und Entzündungen angewandt.
  • Combudoron Salbe zur Behandlung bei Verbrennungsnarben mit Arnica montana und Urtica urens (Kleine Brennnessel).
  • Silikon-Gel bildet einen durchsichtigen Film um die Narben und soll gegen Juckreiz und Narbenwucherung helfen. Es ist beliebt gegen Akne-Narben.

 

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