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Letztes Update am 11.01.2016, 15:39
Die falsche Anwendung von Nasensprays kann der Gesundheit mehr schaden als helfen.

Zur Vorbeugung in der Erkältungszeit, zum besseren Durchatmen beim Sport oder um die lästigen Symptome eines Schnupfens zu lindern, greift man gerne und zurecht zu einem Nasenspray. Besonders antivirale Mittel helfen, die oberen Atemwege vor Keimen zu schützen, die Schleimhaut feucht zu halten und so die Nase frei zu machen. Damit man die positiven Effekte voll ausnutzen kann, sollte man einige Anwendungstipps beherzigen.

Menge und Anwendungsdauer

Im Umgang mit Medikamenten lautet das Motto im Regelfall „Nicht zu viel und nicht zu lange“. Dies gilt auch für Nasensprays. Bei längerer Anwendung können Gewöhnungseffekte auftreten. Im schlimmsten Fall kommt es zur gegenteiligen Wirkung und man schadet den Nasenschleimhäuten mehr als sie zu unterstützen. Ist man nicht sicher, wie lange eine Anwendung unbedenklich ist, sollte man den Arzt konsultieren oder sich in der Apotheke beraten lassen. Nasensprays wirken normalerweise relativ lange. Stündliches Sprühen ist wenig sinnvoll bis gefährlich. Als Faustregel gilt: Zwei- bis dreimal am Tag ist im Normalfall ausreichend. Auch mit der Dosis sollte man es nicht übertreiben. Bei einem kräftigen Stoß kommt genügend Wirkstoff in das Nasenloch. Am besten verteilen sich Sprays, wenn die Patienten während des Sprühstoßes einatmen, so der deutsche Apotheker Dr. Wolfgang Kircher.  Wurde das Nasenspray länger nicht benützt, ist es ratsam, einen Probestoß zu machen. So kann man besser kontrollieren, ob die Dosis stimmt.

Eigenes Spray

Gerade in der Erkältungszeit rotzen und husten oft mehrere Familienmitglieder gleichzeitig. Um die unangenehmen Syptome bei den Kleinen und den Großen möglichst schnell zu lindern, wird das Nasenspray häufig einfach weitergereicht. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Benutzen Eltern und Kinder das gleiche Spray, ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Daher ist es wichtig, dass jedes Mitglied sein eigenes Nasenspray verwenden kann, um gegenseitiges Anstecken zu vermeiden. Nur so kann man verhindern, dass bald die ganze Familie erkältet ist. Außerdem sollten alle Teile, die in die Nase eingeführt werden, nach jedem Gebrauch mit einem sauberen Taschentuch gereinigt werden. Ein weiteres Kriterium für die Anwendung ist das Verfallsdatum. Haben Sprays dieses überschritten, kann es sein, dass ihre Wirkstoffe beeinträchtigt sind.

 

Achtet man auf die richtige Anwendung, können Nasensprays in der Erkältungszeit ein Segen sein. Sie helfen, die Nase freier zu machen.

(cg)

 

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