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Letztes Update am 04.11.2014, 13:58
Für die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist Süßes fixer Bestandteil der Ernährung.

Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster, warmer Apfelstrudel, Sachertorte mit Schlagobers – ein Blick auf die bekanntesten österreichischen Mehlspeisen macht deutlich, dass man sich hierzulande sehr für die süßen Seiten des Speiseplanes begeistern kann. Auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des Umfrageinstitutes mindtake belegt diese Vermutung: Demnach sind 99 Prozent der Österreicher richtige Naschkatzen und geben an, im Monat rund 26 Euro für Süßes auszugeben.

Schokolade - Glück in Rippenform

Unter den Naschereien liegt ganz klar die Schokolade auf Platz eins: 75 Prozent der Österreicher greifen am liebsten zu dieser Süßigkeit, gefolgt von Keksen, anderen Schokoladeprodukten, Kaugummi und Fruchtgummis. Mit etwas mehr als sieben Kilogramm Schokolade pro Person im Jahr liegen wir hierzulande aber nicht einmal annähernd im Spitzenfeld der Länder mit dem höchsten Schokoladekonsum. Wenig überraschend führt hier nämlich die Schweiz mit etwas mehr als zehneinhalb Kilo pro Jahr, gefolgt von Deutschland und Großbritannien mit etwas weniger als zehn schokoladigen Kilos. Am wenigsten beliebt ist in Österreich übrigens die Lakritze, 85 Prozent der heimischen Naschkatzen geben an, auf diese lieber zu verzichten. Obwohl die Österreicher ohnehin beinahe täglich ins Naschkästchen greifen, darf es für zwei Drittel der Bevölkerung zu bestimmten Anlässen noch etwas mehr Süßes sein: Ganz vorne liegt hier natürlich die kommende Advent- und Weihnachtszeit, aber auch die süßen Geschenke des Osterhasen erhöhen den Konsum von Süßigkeiten, danach ordnen sich Silvester und Halloween in die Sündenreihe ein. Für 70 Prozent der Bevölkerung braucht es aber im Grunde keinen speziellen Ausschlaggeber, um zu Süßem zu greifen – sie genießen die Naschereien aus purem Genuss. Vier von zehn Personen werden vom Heißhunger zum Sündigen getrieben und jeder Fünfte sieht in Süßigkeiten eine Form der Belohnung.

Ungesunde Stimmungsaufheller

Interessant ist auch der Unterschied in Sachen Konsum zwischen Mann und Frau: Während die männlichen Naschkatzen eher zur Schokolade greifen, wenn es ihnen besonders gut geht, greifen Frauen eher bei schlechter Laune zu Milka, Zotter und Co. Süßes und vor allem Schokolade sind auch sehr beliebte Geschenke und Mitbringsel: Am häufigsten wird Merci verschenkt, gefolgt von Milka- und Lindt-Produkten. Der Hang der Österreicher zum Zuckergoscherl spiegelt sich auch im österreichischen Ernährungsbericht 2012 wieder: Demnach isst man hierzulande viel zu fett, zu salzig, hingegen werde zu wenig Obst und Gemüse gegessen. "Menschen wissen, worauf sie bei ihrer Ernährung achten sollten. Aber zwischen Wissen und Umsetzung liegt oft ein weiter Weg", weiß auch der Ernährungswissenschaftler Jürgen König. Weil sich eine richtige Naschkatze ihre süße Tagesration aber kaum durch einen Teller Obst und Gemüse austauschen lässt, sind „gesündere“ Naschalternativen ratsam. So sollte man beispielsweise darauf achten, den Fettgehalt von Süßem gering zu halten – etwa, indem man statt Milcheis lieber zu Fruchteis greift. Wer auf Schokolade verzichten kann, der hält sich besser an Fruchtgummis: Sie enthalten zwar ebenfalls Zucker, sind aber nicht so fetthaltig. Wer schon beim Gedanken an weniger Schokolade Entzugserscheinungen spürt, der sollte darauf achten, Produkte mit höherem Kakaoanteil zu wählen. Vor allem in der kommenden Adventzeit tut man seinem Körper mit selbst gebackenen Süßigkeiten einen Gefallen: Süßungsstoffe wie Ahornsirup, Johannisbrotkernmehl, Stevia, Succhrin oder Süßholz verleihen der Bäckerei den gewohnt süßen Geschmack, sparen aber unnötige Kalorien und machen sich ganz nebenbei noch sehr gut als Mitbringsel mit ganz persönlicher Note!  

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