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Ohrendruck - Was hilft dagegen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Ohrendruck, davon war jeder schon einmal betroffen.
Es fühlt sich im Kopf dumpf an, man nimmt die Außenwelt nur noch dreidimensional wahr, hört schlecht und hat zeitweise das Gefühl sich unter Wasser zu befinden. Diese Erfahrung hat wohl jeder schon einmal beim Tauchen gemacht, wenn man zu tief schwimmt, dann baut sich auch ein Druck in den Ohren auf, der die Gehörgänge scheinbar verschließt.

Ähnlich ist es bei einem grippalen Infekt oder wenn zu viel Ohrenschmalz in den Gehörgängen vorhanden ist, dann hat man auch das Gefühl von Ohrendruck. Wer schon mal mit dem Auto einen Berg rauf fährt, in einem schnellen Aufzug nach oben fuhr oder schon mal geflogen ist, der kennt ebenfalls den Ohrendruck beim Start und der Landung.

  • Der Grund das sich das Ohr schließt und ein Druck aufgebaut wird, liegt daran, das das Innenohr dem Außendruck nicht so schnell folgen kann wie wir uns bewegen. In diesen Fällen ist der Ohrendruck unkritisch und bedarf keiner ärztlichen Behandlung.

Ohrendruck - Facts

Um den Druck auszugleichen kann folgendes unternommen werden:

  1. Kaugummikauen während einer Höhen- oder Abfahrt
  2. Die Nase zuhalten und Mund schließen, dann Luft versuchen rauszupressen, dabei knackt es in den Ohren, der Druck lässt wieder nach.
  3. Ohrenschmalz mit Ohrenstäbchen beseitigen – das geht am besten nach dem Duschen, wenn die Ohren innen noch feucht sind.
  4. Vom Arzt die Ohren ausspülen lassen
  5. Spezielle Nasensprays


Wenn es kritisch wird

  1. Bei einer Grippe, lässt der Ohrendruck in der Regel nach, wenn die Grippesymptome nachlassen. 
  2. Wenn aber aus heiterem Himmel ein Ohrendruck aufkommt und keiner dieser vorgenannten Möglichkeiten in Betracht kommen, ist das ein Warnsignal des Körpers. 
  3. Ohrendruck kann durch übermäßigen Stress hervorgerufen werden und das kann wiederum zu einem Hörsturz und zum chronischen Tinnitus führen. 
  4. Das kann nur der Arzt feststellen und behandeln. Treten neben dem Ohrendruck auch Ohrensausen und ein Schwindelgefühl auf, ist sofort der Arzt aufzusuchen.


Ohrendruck beim Tauchen

  1. Bei einer gewissen Tiefe von 3 – 5 Metern, also wie in einem Schwimmbad, ist der Ohrendruck unbedenklich und lässt nach dem Tauchgang in der Regel schnell wieder nach. 
  2. Wer allerdings tiefer taucht (z.b. Flaschentauchen) der muss beim Hochschwimmen für einen langsamen Druckausgleich sorgen, sonst kommt es zu einem Mittelohr Barotrauma.

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