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Ohrenschmalz entfernen: Diese Möglichkeiten gibt es

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Die Produktion von Ohrenschmalz ist eigentlich ein ganz normaler Vorgang im Ohr.
Normalerweise reinigt sich das Ohr selber. Obwohl das Ohrenschmalz, in der Fachsprache Cerumen genannt, unfein und klebrig ausschaut, erfüllt die braun-gelbliche Masse eine wichtige Funktion. Es schützt das Ohr vor Staub, Schmutz und Infektionen und befeuchtet zudem den Gehörgang. Quillt das Ohrschmalz allerdings aus dem Gehörgang in die Ohrmuschel, empfinden wir Menschen das als unschön und möchten es so schnell wie möglich entfernen. Die Reinigung er äußeren Ohrmuscheln ist mit einem feuchten Wattepad oder einem Wattestäbchen noch relativ einfach, aber was ist, wenn sich das Cerumen im Gehörgang sammelt und einen Pfropf bildet?

Ohrschmalz entfernen – aber richtig

Viele Menschen machen den Fehler, Cerumen mit einem Wattestäbchen entfernen zu wollen. Dabei wird das Ohrenschmalz allerdings nicht entfernt, sondern stattdessen noch weiter in den Gehörgang hineingedrückt. Eine bessere Alternative zur Ohrschmalzentfernung sind Ohrenkerzen. Diese speziellen Kerzen werden in das Ohr gesteckt und angezündet. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der das Hörorgan säubern soll. Allerdings warnen Experten vor dieser alternativen Methode. Durch die Ohrenkerze kommt es immer wieder zu Verbrennungen an der Ohrmuschel oder im Gesicht. Außerdem kann auch Wachs in den Gehörgang eindringen und dabei das Trommelfell schädigen. Natürlich kann man Ohrschmalz auch professionell vom Arzt entfernen lassen. Die meisten Hausärzte führen eine Ohrspülung durch, mit der das Cerumen aus dem Gehörgang gespült wird. Eine weitere Behandlung für zu Hause sind Ohrentropfen. Es gibt spezielle Ohrentropfen die das Ohrenschmalz aufweichen. Bei den frei verkäuflichen Tropfen und Sprays haben sich vor allem zwei Inhaltsstoffe bewährt: Hydrogenperoxid-Harnstoff und Triethanolamin-Polypeptid-Oleat-Kondensat. Aber auch erwärmtes Olivenöl oder Mandelöl erfüllen diese Funktion. Allerdings haben die verschiedenen Methoden auch unerwünschte Wirkungen.

Mögliche unerwünschte Wirkungen 

Bei Ohrentropfen sind unerwünschte Wirkungen eher selten. Nur bei weniger als fünf Prozent der Anwender kommt es zu Nebenwirkungen oder unerwünschten Wirkungen. Zu den seltenen Nebenwirkungen zählen Schwindel und Juckreiz. Gerade wenn die Ohrentropfen zu kalt angewendet werden, kann es zum Schwindelgefühl kommen. Ein leichtes anwärmen der Tropfen kann dem Schwindel vorbeugen. Andere Nebenwirkungen können auch Hautrötungen und Hautreizungen sein, wobei aber auch diese relativ selten auftreten. Werden Ohrspülungen vom Haus- oder Facharzt durchgeführt, kommt es relativ selten zu Nebenwirkungen. Während der Spülung oder kurz danach kann es ebenfalls zum Schwindelgefühl kommen. Bei der Ohrspülung spült der Arzt Wasser in den Gehörgang. Manchmal fließt dieses während der Behandlung nicht vollständig ab und es kommt kurzzeitig zu einer Hörminderung. Spätestens nachts im Liegen fließt dieses allerdings wieder ab und der Gehörgang ist wieder vollkommen frei. Nur in extrem seltenen Fällen kann es bei Ohrspülungen zu Trommelfellschäden kommen. Wenn Betroffene zu Hause eine Ohrspülung durchführen, kommt es häufiger zu derartigen Verletzungen. Aber auch hier sind Verletzungen eher selten. In jedem Fall darf das Ohrenschmalz entfernen niemals mit Wattestäbchen oder anderen spitzen, dünnen Gegenständen ausgeführt werden. 

 

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