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Organspende - Warum ist das Thema so heikel?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Spendet ein Patient eines seiner Organe, kann dies mitunter Leben retten.
Jährlich warten tausende Menschen auf ein Spenderorgan, teilweise vergebens. Durch Skandale oder auch nur die Angst einzelner Menschen werden viele Patienten verunsichert und entscheiden sich gegen die Organspende. Bei Organspenden ist zwischen der Lebend- und der Todspende zu unterscheiden. Um ein Organ am lebenden Menschen zu entnehmen, bedarf es dessen Zustimmung bei voller Zurechnungsfähigkeit. Diese Form ist damit die wohl sicherste und wird eher von Patienten genutzt. Allerdings können viele benötigte Organe erst am toten Menschen entnommen werden, wie zum Beispiel das Herz. Besonders vor dieser Spendenart haben viele Menschen Angst. Was geschieht genau? Werden wirklich nur diese Organe entnommen? Was geschieht mit ihnen? Lebendspenden sind nur innerhalb einer Familie und Verwandten gestattet. Todspenden dagegen können für jeden Patienten eingesetzt werden. Bevor eine Organspende beschlossen wird, wird geprüft ob der Spender wirklich dazu in der Lage ist. Bei Todspenden können die Verwandten darüber entscheiden. Aber warum ist das Thema so heikel?

  • Einige Kliniken sind in Verruf. Wer sich für eine Spende entscheidet, sollte sich an die Deutsche Stiftungen Organtransplantation oder Eurotansplant wenden.
  • Wer gesundheitlich fit ist oder nach dem Tod spenden möchte, sollte sich schon frühzeitig einen Organspendenausweis ausstellen lassen.
  • Auch der Hausarzt kann beraten und weitere Adressen nennen.
  • Erfahrungsberichte von Betroffenen können hilfreich sein, auch für die Organempfänger.

 

  1. Skandale verunsichern die Menschen. Besonders zur jetzigen Zeit wird immer wieder von Ärztepfusch oder illegalen Organhandel gesprochen
  2. Jede Operation birgt ein gewisses Risiko, eine Organspende noch ein höheres.
  3. Die Medien schüren die Angst der Patienten, ein Organ ohne dessen Zustimmung entfernt zu bekommen. Dies ist jedoch nicht der Fall.
  4. Die Uninformiertheit der Bevölkerung sorgt für falsche Vorstellungen. Viele Personen wissen gar nicht, wie eine Organspende abläuft und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen.
  5. Die Bevölkerung wird immer älter und somit auch kränker. Es können nur gesunde Organe transplantiert werden.
  6. Eine Organspende ist nicht ganz einfach. Viele Menschen willigen nicht ein. Die Wartelisten sind somit weitaus voller als die Listen der Spender.

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