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Radon Strahlung - Eine unsichtbare Gefahr?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Radon ist ein radioaktives chemisches Element und zählt zu den Edelgasen.

Überall da, wo sich Uran in der Erde befindet, entweicht auch Radon, denn es ist ein natürliches Produkt das vom Uran abgebaut wird.
Radon ist ein radioaktives chemisches Element und zählt zu den Edelgasen.

  • Radon selbst ist jedoch sehr bindungsträge, was bedeutet, dass es letztendlich nicht gefährlich ist, sondern seine Isotope und ihre entstehenden Zerfallsprodukte.
  • Alle fünf Isotope des Radon sind radioaktiv. Zwei davon kommen praktisch in der Erdatmosphäre nicht vor. 
  • Die anderen drei Isotope, können sich jedoch in Häusern und dort besonders in schlecht belüfteten Räumen ansammeln. Sie werden damit zu einer erheblichen Gefahr für die Gesundheit.
  • Vorallem das Risiko von Lungenkrebs steigt erheblich in Räumlichkeiten mit erhöter Radonbelastung.
  • Hier ein sehenswertes Video zum Thema Radon und dessen Gefahren.

  1. Vor allem durch Fundamente und Kellerräume dringt Radon in Häuser ein. Wie viel Radon sich ansammeln kann, hängt davon ab, mit welchen Materialien ein Gebäude gebaut wurde, aber auch in welcher Region das Gebäude steht.
  2. Vor allem in ehemaligen Bergbaugebieten, wie in Sachsen oder Thüringen, aber auch in Baden-Württemberg und Bayern, findet man besonders viel Uran in der Erde. 
  3. Sehr belastet, sind vor allem nicht unterkellerte, teilweise unterkellerte oder ältere Häuser, da die neueren Häuser meist schon mit einer Bodenplatte aus Beton ausgestattet sind, die gut isoliert.
  4. Wenn Radon und seine Zerfallsprodukte beim Einatmen in die Lunge gelangen, haften sie sich dort fest und verbreiten eine radioaktive Strahlung, schädlich für den menschlichen Körper.
  5. Klar, dass dadurch die Lunge, aber auch das Erbgut geschädigt werden und es zur Entstehung von Krebs kommen kann.
  6. Radon gilt mittlerweile bereits als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Nur Raucher sind noch häufiger von dieser Erkrankung betroffen. 
  7. Das Risiko steigt logischerweise, je höher die Belastung ist, der man ausgesetzt ist.
  8. Werte von 150 Bq pro Kubikmeter oder mehr sind bereits sehr bedenklich.
  9. Weitere Informationen zum Thema Radon und zur Sanierung von radonbelastenden Häusern, erhältst Du beim Bundesumweltministerium. 
  10. Dort gibt es auch kostenlose Merkblätter.
  11. Im Internet kannst Du die Broschüren unter www.bmu.de downloaden. Hier klicken und eine solche Broschüre des Bundesumweltministerium downloaden.

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