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Richtiges Verhalten bei Nuklearunfall? - Vorsichtsmaßnahmen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:22
Das richtige Verhalten nach einem Nuklearunfall hängt ganz von der Entfernung ab.

Nur die wenigsten Menschen erinnern sich noch an die Warnungen, die nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ausgesprochen worden sind. Im Prinzip ist die Vorgehensweise seit Jahrzehnten unverändert, zumal der größte anzunehmende Unfall gemäss der Wahrscheinlichkeitsrechnung in nächster Zeit wohl bei keinem der im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke stattfinden dürfte. Dennoch gibt es einige, kleine Vorsichtsmaßnahmen um die eigene Gesundheit zu schützen und die Folgen zu mindern.

  • Vermeidung von radioaktiven Strahlen
  • angepasste Ernährung
  • behördliche Mitteilungen
  • evt. präventive Medikation

Richtiges Verhalten bei bzw. vor einem Nuklearunfall

Kontakt mit Radioaktivität oder Reststoffen vermeiden

  • Die erste Faustregel lautet: Radiaktive Strahlung sollte weder direkt eingeatmet werden, noch sollte man die im regnerischen Fall-Out gebundenen Strahlungsteile zu sich nehmen. Wer direkt in der Nähe des Kernkraftwerks wohnt, der sollte folgende Vorsichtsmaßnahmen beherzigen: Die meisten Nuklearunfälle sind sehr kleiner Natur!
  • Ein paar Reststoffe gelangen in den Boden oder in das Kühlwasser. Deshalb würde ich , wenn ich neben einem Kernkraftwerk wohnen würde, kein Regenwasser in einer Tonne sammeln und dann damit den Garten wässern. Lieber das geprüfte Trinkwaser nehmen, um dessen Qualität Deutschland weltweit beneidet wird.

 

Die zweite Faustregel:

  • ...hat mit den enormen Abwärmemengen zu tun, die ein Kernkraftwerk ununterbrochen produziert: Millionen Liter Flußwasser werden hineingesogen und im Normalfall leicht erwärmt und unverstrahlt wieder abgegeben. Gibt es aber einen Defekt, so sind in dem Kühlwasser zu einem Millionsten oder Milliardsten Teil Radioaktivität enthalten.
  • Wenn ich also baden gehen möchte, dann gehe ich nicht flußabwärts hinter dem Kernkraftwerk - sondern stromaufwärts. Da das Wasser nicht den Berg hinauf fließt, bin ich so auf der sichereren Seite. Ähnliches gilt auch für Fischen.

 

Die Ernährung im Ernstfall:

  • Bei meiner Ernährung achte ich darauf, dass ich nicht unbedingt gerade jetzt einen Fisch oder Muscheln aus Japan kaufe. Der Reaktorunfall von Fukushima war um ein Vielfaches stärker als der von Tschernobyl.
  • Also meide ich den Fisch, Sushi-Reis oder Meeresfrüchte aus der Gegend. Es muss ja nicht unbedingt der japanische Kugelfisch als Delikatesse sein.

 

Radioaktiver Regen:

  • Sollte in einem tschechischen oder farnzösischen Kernkraftwerk etwas passieren, dann kann leicht radioaktiver Regen (der sog. "Fall-out") austreten. Meist handelt es sich dabi um Strahlung der ungefährlicheren Sorte, der nach fünf oder 10 Tagen nur  noch halb so gefährlich ist.
  • Also gehe ich nicht unbedingt bei Regen spazieren und warte auch mit Gartenarbeiten. Dann  hat der "normale" den "radioaktiven" Regen schon erheblich verdünnt und ausgewaschen.

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