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Rückenschmerzen? - So unterbrechen Sie den Schmerzkreislauf

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:31
Schmerzen müssen nicht sein.

Rückenschmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern stellen auch den Alltag auf eine harte Probe. Durch eine dauerhafte Fehlbelastung und Schmerzen sind Betroffene nicht nur deutlich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt – sogar Langzeitschäden können schnell entstehen.

 

Hat solch ein Schmerzkreislauf erst einmal begonnen, ist es sehr schwer ihn allein wieder unterbrechen zu können. Wer unter Schmerzen leidet, schont sich fälschlicherweise oder sorgt mit falschen Bewegungen für weitere Probleme.

 

Häufig kann nur ein Therapeut aus dem Schmerzkreislauf heraushelfen. Jedoch können Betroffene meist auch selbst mit ein, zwei Tipps und Maßregeln ihre Rückenschmerzen deutlich lindern und dazu beitragen, dass sich das Kreuz erholen und regenerieren kann.

Die häufigsten Gründe für Rückenschmerzen

  • Zu geringe und falsche Bewegung: Viele Betroffene bewegen sich nicht ausreichend und neigen auch dazu, bei auftretenden Rückenschmerzen ihren Rücken noch mehr zu schonen. Dies ist jedoch falsch. Stattdessen sollten schmerzfreie Bereiche bewegt werden, da dies zu einem Schmerzabbau führt. 
  • Falsche Belastung der Wirbelsäule: Wer häufig unter starken Rückenschmerzen leidet, belastet in der Regel seine Wirbelsäule und sorgt dafür, dass die Bandscheiben ihre Pufferfunktion nicht mehr vollständig ausführen können. 
  • Verspannungen und Stress: Verspannte Muskulatur sorgt für Schmerzen und tritt häufig im Rückenbereich auf.

Was bei Rückenschmerzen hilft

  • Um eine verspannte Muskulatur zu lockern, kann Wärme sehr gut helfen. Dafür kann bereits eine Wärmflasche verwendet werden, die zum Schutz vor Verbrennungen mit einem feuchten Tuch umwickelt sein sollte. Durch die Feuchtigkeit kann die Wärme sehr tief in die Muskulatur eindringen und Schmerzen lindern.
  • Eine weitere, sehr effektive Möglichkeit stellen Wärmepflaster dar. Sie lassen sich sehr präzise auf die gewünschte Stelle kleben und können hervorragend im Alltag verwendet werden, da sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Zusätzlich bieten sie eine sehr lange Wärmedauer von mehreren Stunden.
  • Wer unter Stress leidet, neigt zu Verspannungen. Aus diesem Grund ist es ratsam, psychische Belastungen zu reduzieren und für ausreichend Ausgleich zu sorgen. Bei vielen Betroffenen sind Schmerzen im Rücken lediglich ein deutliches Zeichen für einen zu hohen Stresspegel. 
  • Um bereits eingetretene Verspannungen zu lockern, bieten sich Massagen an. Sie helfen, die Muskulatur besser zu durchbluten und den verhärteten Muskel zu lösen. Wichtig ist, dass die Massage nicht im privaten Rahmen, sondern durch einen Physiotherapeuten durchgeführt wird. Nur geschulte Fachleute kennen die genauen Griffe, um Schmerzen zu linden.
  • Spezielle Kurse in Rückenschulen bieten hilfreiche Kurse an, in denen der Rücken gestärkt und wichtige Muskulatur aufgebaut wird. Zusätzlich wird gezeigt, wie die eigene Körperhaltung und Bewegungsabläufe verbessert werden können, um das Kreuz im Alltag zu entlasten.

 

Übergewicht und der Gang zum Arzt

  • Ein weiterer, wichtiger Punkt, der zu Schmerzen im Rücken führen und vermieden werden kann, stellt Übergewicht dar. Durch die überflüssigen Kilos, die sich gerne am Bauch sammeln, wird das Kreuz in eine Hohlhaltung gezogen und ist eine massive Belastung für die Wirbelsäule. Betroffene sollten in jedem Fall einige Kilos verlieren, um ihren Rücken zu entlasten und zu überprüfen, ob ihre Schmerzen bereits hierdurch gelindert werden. 
  • Halten die Rückenschmerzen über einen langen Zeitraum an und lassen sich nicht lindern, so sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Besonders Lähmungen oder auch steigende Schmerzen sind deutliche Warnsignale und müssen unbedingt von einem Fachmann untersucht werden. Auf diese Art kann ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert werden oder aber eine passende Physiotherapie verordnet werden.

 

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