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Samenproduktion schnell steigern: So geht's wirklich

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Es gibt durchaus wirksame Methoden, die die Samenproduktion erfolgreich steigern können.

Wie viel Sperma ein Mann produziert, liegt zunächst einmal an der genetischen Veranlagung, ist somit in gewisser Weise vorbestimmt. Es gibt aber durchaus wirksame Methoden, die die Samenproduktion erfolgreich steigern können.

Mehr Sperma

  • Gesunde Ernährung
  • Kein Nikotin
  • Kein Alkohol
  • Keine zu enge Kleidung
  • Sport treiben
  • viel Wasser trinken
  • Aktives Liebesleben

Ein gesunder Lebenswandel

Entscheidend für die Qualität des Spermas ist nicht die Menge, sondern die Anzahl der gesunden und beweglichen Spermien im Ejakulat. Viel bedeutet hierbei nicht automatisch viel. Mit zunehmendem Alter eines Mannes nimmt die Spermaqualität ab, das ist leider ein unausweichlicher Fakt. Man(n) kann jedoch einiges dazu beitragen, die Samenproduktion auf natürliche Weise zu steigern. Wichtig hierbei ist, dass die Maßnahmen mit Disziplin und Kontinuität durchgeführt werden. Eine protein- und vitaminreiche Nahrung mit ausreichend Mineralien und Spurenelementen (besonders Magnesium, Kalzium und Natrium), ist die beste Voraussetzung, da diese den allgemeinen Gesundheitszustand positiv beeinflusst. Ebenso wird empfohlen, viel Wasser zu trinken. Auf östrogenhaltige Produkte wie z. B. Soja sollte verzichtet werden. Eine zusätzliche Gabe von Zink nimmt ebenfalls positiven Einfluss auf die Samenproduktion. Hierbei ist jedoch auf die Dosierung zu achten, da eine Überdosierung die Aufnahme von Eisen verringert und sich damit kontraproduktiv auswirkt. Auf Alkohol und Zigaretten sollte komplett verzichtet werden. Stattdessen ist Sport ein wirksames Mittel. Hierbei sind Konditions- und Ausdauersportarten zu bevorzugen, da eine gute Fitness auch die Leistungsfähigkeit steigert. Von Radtouren ist hingegen abzuraten, da die meisten Sättel die Hoden einengen, die Temperatur der Hoden erhöhen, und die Qualität der Spermien abnimmt. Gleiches gilt für zu enge Kleidung. Lockere Unterwäsche und Hosen, die im Schritt weit genug sind, sodass die Hoden nicht gequetscht und erwärmt werden, sind in diesem Fall von Vorteil. 

Ein aktives Liebesleben

Einen deutlichen Einfluss auf die Steigerung der Samenproduktion hat letztendlich das eigene Liebesleben. Regelmäßige sexuelle Aktivitäten, fördern gleichzeitig auch die Produktion des Spermas. Mehrtägige Enthaltsamkeit ist entgegen einer weitverbreiteten Meinung nicht zu empfehlen. Die Qualität der Spermien nimmt hierbei deutlich ab. Das sogenannte „Balooning“ hingegen, also immer wiederkehrende Beinah-Orgasmen ohne endgültigen Höhepunkt, erhöhen durchaus die Menge des Ejakulats. Die Samenproduktion läuft nur kontinuierlich auf Hochtouren, wenn auch regelmäßig ejakuliert wird. Von frei verkäuflichen Präparaten, sogenannten Spermapillen, ist dringend abzuraten, da sie zwar teuer, aber ohne jeden Effekt sind. 

Im Zweifel den Arzt aufsuchen

Wenn jedoch weder ein aktives Liebesleben noch ein gesunder Lebenswandel Einfluss auf die Qualität des Spermas haben, sollte unbedingt ein Facharzt konsultiert werden. Dieser wird ein Spermiogramm erstellen, um Gewissheit über die tatsächliche Zeugungsfähigkeit zu bekommen. Ca. 7% aller Männer sind nicht oder nur eingeschränkt zeugungsfähig. In vielen Fällen kann hier mit ärztlich verordneten Medikamenten nachgeholfen werden. Dies ist jedoch im Einzelfall mit dem Facharzt zu klären.

 

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