Foto: Shutterstock.com

Schmerzen unter der Achsel – Was kann das sein?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Schmerzen unter der Achsel deuten in den seltensten Fällen auf Krebs hin. Das ist die gute Nachricht.

Schmerzen unter der Achsel deuten in den seltensten Fällen auf Krebs hin. Das ist die gute Nachricht. Vielmehr können geschwollene Lymphknoten, eine Entzündung der Schweißdrüsen oder ein Furunkel oder Karbunkel Ursache der Schmerzen sein.

  • Hygiene bei der Rasur der Achselhaare ist das A und O.
  • Die Haut sollte dabei nicht verletzt werden.
  • Das Eindringen von Bakterien in eine Hautwunde kann durch die Benutzung von Desinfektionsspray verhindert werden. 
  • Selbst bei starkem Schwitzen sollte die Achsel trocken gehalten werden.
  • Ein Abszess macht sich durch Schmerzen unter der Achsel, Rötung der Stelle und eine Schwellung bemerkbar. Oft sitzt in der Mitte des Abszesses der Eiterherd. Die Beweglichkeit ist stark eingeschränkt. Breiten sich die Erreger weiter aus, dann kommt es zu Fieber und Abgeschlagenheit.

Keine Panik bei einer Beule in der Achselhöhle

Der Körper ist von den Lymphbahnen durchzogen. In diesen die patrouillieren weißen Blutkörperchen. Sie sind für die Erkennung und Beseitigung von eingedrungen Krankheitskeimen wie Vieren und Bakterien zuständig. Ist so ein Keim erkannt, dann vermehren sich die weißen Blutkörperchen und sammeln sich in den Lymphknoten zur Bekämpfung. Lymphknoten befinden sich am Hals, in den Achselhöhlen und in der Leistenbeuge. Befindet sich nun ein entzündlicher Herd im Arm, dann schwellen die Lymphknoten unter der Achsel durch die große Anzahl weißer Blutkrperchen an und bereiten durch die Schwellung Schmerzen. Die Knoten können dann ertastet werden.

Entzündungen können auch durch das Verstopfen der Schweißdrüsen oder durch eine Verletzung der Haut bei der Rasur entstehen. Die eingedrungenen Bakterien werden von den weißen Blutkörperchen gefressen und bilden den Eiter. Dieser sammelt sich und bildet eine Eiterbeule. Gelingt es den weißen Blutkörperchen nicht die Keime zu vernichten, dann können sich auch an anderen Stellen Eiterbeulen, medizinisch Abszess genannt, bilden. Als Furunkel wird eine Entzündung des Haarbalgs und der dazugehörigen Talgdrüse bezeichnet. Auch hier bildet sich ein Eiterpfropf, der nach außen aufbrechen kann. Entzünden sich mehrere Haarbälge, dann bildet sich ein Karbunkel.

Hausmittel und der Gang zum Arzt

Damit der Abszess oder das Furunkel abheilen kann, muss der Eiter entfernt werden. Sind die Schmerzen schon sehr schlimm, dann hilft nur ein Gang zum Arzt. Er wird den Abszess öffnen und den Eiter entfernen. Ist die Entzündung noch im Anfangsstadium, dann wirken kühlende Umschläge abschwellend. Mit der in der rezeptfrei erhältlichen Zugsalbe kann die Reifung der Eiterbeule beschleunigt werden. Bricht diese auf, dann ist der Gang zum Arzt hinfällig. Schwellen schmerzende Lymphknoten in der Achsel nach einigen Tagen nicht ab, dann muss ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Er wird die Entzündung im Körper lokalisieren und gegebenenfalls Antibiotika verordnen.

Kommentare