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Letztes Update am 04.11.2015, 12:48
Wie man den Eisenmangel erkennt und schnellstmöglich behandeln kann, erfahren Sie hier.

Enorme Müdigkeit, keine Kraft und trotzdem Probleme beim Einschlafen: Nicht immer ist Stress die Antwort auf alle Beschwerden. Eisenmangel wird oft nicht erkannt, führt zu einem Teufelskreis und macht unserer Gesundheit enorm zu schaffen.

Viele Betroffene

Eisenmangel gilt längst als Volkskrankheit, an der jedoch vor allem Frauen und Jugendliche leiden: Jede fünfte Österreicherin ist laut den heimischen Medizinern bereits betroffen. Weil die Symptome häufig jenen einer Depression oder von Stress ähneln, wird der Mangel aber häufig nicht als solcher erkannt. „Ein Defizit an dem Spurenelement hat viele Gesichter“, erklärt die Allgemeinmedizinerin Doris Gapp online. Denn neben der ständigen Müdigkeit treten dabei auch häufig Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Schwindel und eine gereizte, depressive Stimmung auf. Auch Haarausfall, brüchige Nägel und eingerissene Mundwinkel deuten auf ein gefährliches Minus an Eisen hin. Ob man vom Eisenmangel betroffen ist, stellt der Hausarzt mittels Bluttest fest. Wird der Mangel nicht behandelt, ist die Blutarmut (Anämie) eine unausweichliche Folge - hier kann der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden und die Organe werden unterversorgt.

Eisenhaltige Nahrung

Wer an einem Mangel des Spurenelements leidet, muss besonders auf seine Ernährung achten. Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Artischocken sollten vermehrt auf dem Speiseplan stehen. Wichtig ist dabei, dass sie immer gleichzeitig mit Vitamin C, etwa durch Orangensaft, aufgenommen werden, denn pflanzliches Eisen alleine kann der Körper schlecht aufnehmen. Tee, Kaffee und Rotwein hemmen leider die Aufnahme von Eisen und sollten daher - zumindest kurzfristig - vom Speiseplan gestrichen werden. Wer vermehrt auf die Eisenzufuhr achtet, wird viele positive Effekte bemerken: Die Leistungsfähigkeit steigt, die Müdigkeit verschwindet, langsam kehrt neue Energie ein. Und: Die Lust auf Sex wird wieder angekurbelt. Kurzum: Die Lebensqualität steigt wieder.

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