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Störung des Serotonin-Abgabe- Rhythmus - Konsequenzen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Serotonin bezeichnet ein Gewerbshormon und zugleich einen Neurotransmitter im menschlichen Organismus
Serotonin wurde im menschlichen Blut, im Zentralnervensystem, im Nervensystem des Darms sowie im Herz-Kreislauf-System nachgewiesen.

Störungen der Serotonin-Abgabe können klinische Krankheitsbilder hervorrufen

Störungen des Serotonin-Abgabe-Rhythmus führen dabei im menschlichen Organismus zu empfindlichen Konsequenzen, da das Serotonin den Blutdruck unmittelbar beeinflusst, für den Spannungszustand (Tonus) sämtlicher Blutgefäße ausschlaggebend ist und unmittelbar auf die Tätigkeit des Magen-Darm-Traktes und des Zentralnervensystems einwirkt.

Neuroendokrine Tumore, pulmonal-arterielle Hypertonie, Migräne und Depressionen

Da Serotonin außerdem die Eigenschaften von neuroendokrinen Tumoren beeinflußt, kann eine Überproduktion von Serotonin bereits zu neuroendokrinen Tumoren des Magen-Darm-Traktes führen. Ferner konnte nachgewiesen werden, dass Störungen im Serotonin - Abgabe - Rhythmus eine Ursache für die selten auftretenden pulmonal-arteriellen Hypertonien sind. Die Unregelmäßigkeiten im Serotonin - Abgabe - Rhythmus bewirken hierbei einen tendenziell zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes und damit auch des Blutdruckes im Lungenkreislauf, was schhließlich in eine Rechts-Herzinsuffizienz mit all ihren klinischen Begleiterscheinungen wie Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit mit signifikant reduzierter Lebenserwartung führen kann. Ferner bewirken Unregelmäßigkeiten oder Störungen des Serotonin - Abgabe - Rhythmus die Ausbreitung sogenannter trigeminovaskulärer Schmerzreize in bestimmten Hirnarealen und lösen somit unmittelbar Migräneanfälle aus, die auf Schwankungen des Serotoninspiegels zurückzuführen sind. Bereits im Jahre 1969 wurde, basierend auf klinischen Beobachtungen und Untersuchungen, die Hypothese aufgestellt, wonach ein durch latente Störungen des Serotonin - Abgabe - Rhythmus bewirkter Mangel an Serotonin ursächlich für die Entstehung von Depressionen verantwortlich sei. Dies konnte anhand der Untersuchung der Gehirnflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) von depressiven Patienten bestätigt werden, in dem sich signifikant weniger Abbauprodukte von Serotonin gefunden hatten, als in der Gehirnflüssigkeit von gesunden, nicht depressiven Patienten.

Fazit und Schlussfolgerungen

Der unmittelbare Zusammenhang zwischen Störungen des Serotonin - Abgabe - Rhythmus und dem Auftreten bestimmter klinischer Symptome muss daher als bewiesen angesehen werden. Die Regulierung des Serotonin-Spiegels, beispielsweise durch die regelmäßige orale Gabe von Serotonin, die erfahrungsgemäß zur etwa 75%-igen Aufnahme durch den Blutkreislauf führt, erscheint daher geeignet, um zumindest die klinischen Symptome, die aus einer Unterversorgung des Organismus mit Serotonin resultieren, zu therapieren. 

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