Foto: Shutterstock.com

Symptome bei Gicht? - Ursachen und Behandlung

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Die Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke.

Die Gicht ist eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke, welche eine gefährliche Niereninsuffizienz nach sich ziehen kann. Bei den betroffenen Menschen lagert sich über einen längeren Zeitraum Harnkristalle, so gennantes Urat, in den Gelenken ab. Diese Krankheit betrifft vor allem ältere Menschen.

  • In fast allen Fällen geht der Krankheit eine Funktionsstörung der Niere voraus. Das Organ hat Probleme Harnsäure auszuscheiden. Ansonsten kann man für gewöhnlich keine weitere Störung der Niere feststellen. In den allermeisten Fällen ist das Problem erblich. 
  • Diese Funktionsstörung kann jedoch auch andere Ursachen haben, beispielsweise Diabetus mellitus oder ein hoher Alkohol-, vor allem Bier, genuss. 
  • Es werden die akute und die chronische Form der Gicht unterschieden. Üblicherweise tauchen zuerst einige akute Anfälle auf, welche dann in die chronische Variante der Krankheit übergehen. 
  • Die Gicht verläuft in Schüben. Deshalb erleidet der Betroffene oft in regelmäßigen Abständen neue akute Anfälle. 
  • Während de akuten Phase sind die betroffenen Gelenke of geschwollen und schmerzen sehr stark bei Bewegung oder Berührung.

  1. Die beiden Formen der Gicht werden unterschiedlich behandelt. Bei der akuten Form werden von Ärzten schmerzsenkende und entzündungshemmende Medikamente verordnet. 
  2. Kortisolfreie Medikamente wirken vor allem entzündungshemmend. Schmerzmittel müssen in dem Fall zusätzlich eingenommen werden. 
  3. Im Gegensatz dazu lindern kortisolhaltige Medikamente die Schmerzen und hemmen die Entzündung der Gelenke. Colchicin ist eines der wirksamsten Mittel. 
  4. Wegen seiner starken Nebenwirkungen wird es jedoch eher selten verschrieben. Unterstützende Hausmittelchen sind das kühlen der betroffenen Gelenke und das ruhig lagern der entsprechenden Gliedmaßen. 
  5. Viel trinken und der gleichzeitige Verzicht auf Alkohol wirkt sich ebenfalls positiv auf die Beschwerden aus. 
  6. Die chronische Form wird vor allen Dingen durch eine kranheitsspezifische Diät behandelt. Hauptsächlich geht es dabei um eine Reduktion der Kalorien und Kohlenhydrate und einer Vermehrten Zunahme von Eiweiß und ungesättigten Fettsäuren. Jedoch sollte auf Fleisch und Fisch weitestgehende verzichtet werden. 
  7. Vom Arzt können außerdem so genannte Urikosurika verordnet werden. Diese Medikamente unterstützen die Nieren dabei Harnsäure auszuscheiden, wodurch der Anteil der Harnsäure im Körper sinkt. Auf diese Weise kann Gichtanfällen vorgebeugt und die Krankheit unter Kontrolle gehalten werden.
  8. Leider gibt es keine wirkliche Heilmethode. Die Behandlung beschränkt sich somit auf eine Reduzierung der Symptome.

Kommentare