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Synthetische Süßstoffe - Wie ungesund ist der Konsum?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Synthetisch hergestellte Zuckerersatzstoffe werden umgangssprachlich Süßstoffe genannt.
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Süßstoffe haben im Vergleich zu Zucker keinen bzw. nur einen geringen physiologischen Brennwert jedoch eine weitaus höhere Süßkraft. Im Gegensatz zu Zucker sind Süßstoffe für Diabetiker erlaubt, greifen die Zähne nicht an und erfreuen sich bei figurbewussten Zeitgenossen großer Beliebtheit.

Die Geschichte des Süßstoffs geht zurück in die Römerzeit. Schon Plinius beschreibt die Herstellung eines Sirups, der zur Verstärkung der Süßkraft in bleiernen Gefäßen gekocht werden sollte. War es gar nicht Miraculix Zaubertrank sondern vielmehr der „Bleizucker“ im Most, welcher die Schlagkraft der Römer geschwächt hat?

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das so genannte Saccharin erfunden, der nach dem gesundheitlich sehr bedenklichen Römersirup älteste Zuckeraustauschstoff.

Sind künstliche Zuckerersatzstoffe ungesund?

  1. Leider gibt es keine wirklich hundertprozentig gesicherten Erkenntnisse. Teilweise werden in modernen, industriell gefertigten Lebensmitteln Austauschstoffe verwendet, die noch nicht lange genug auf dem Markt sind, um Ergebnisse aus Langzeitstudien zu liefern.
  2. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, eine in Ernährungs- und Gesundheitsfragen anerkannte Instanz, kommt zu dem Schluss, dass Süßstoffe derzeit nicht als karzinogen einzustufen sind. 
  3. Als Allergieauslöser und für diverse Beschwerden mutmaßlich verantwortlich, kommt immer wieder der Süßstoff Aspartam ins Gespräch. 
  4. Als gesichert gilt, dass Personen, die unter einer Phenylketonurie (eine angeborene Stoffwechselerkrankung ) leiden, Aspartam nicht zu sich nehmen dürfen. 
  5. Lebensmittel, die Aspartam enthalten müssen mit einem entsprechenden Hinweis versehen sein.
  6. Als viel gepriesener Süßstoff der Zukunft wird Stevia.

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